Frankfurt/Main - Die Abwrackprämie lässt das Inlandsgeschäft der deutschen Autoindustrie brummen - doch der Einbruch im wichtigeren Auslandsgeschäft frisst die Erfolge auf. Im ersten Halbjahr 2009 wurden rund 2,06 Millionen Autos in Deutschland neu zugelassen, das sind 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Der Export brach dagegen um 35 Prozent ein und die Produktion ging um 24 Prozent zurück. Aufs Jahr gesehen rechnet die Branche nun mit einem Exportminus von 20 Prozent. Besorgt blicken die Firmen auf das Jahr 2010: Fachleute sprechen von einem Einbruch des deutschen Marktes um eine Million Stück oder über 30 Prozent. Wenn bis dahin der Export nicht wieder anspringt, dürften viele Montagebänder stillstehen.
Der Präsident des Branchenverbandes VDA Matthias Wissmann sagte am Donnerstag in Frankfurt am Main, im Juni seien in Deutschland 427.000 Fahrzeuge neu zugelassen worden, 40 Prozent mehr als im Vorjahr. «Dies ist der höchste Juni-Wert seit der Wiedervereinigung», betonte Wissmann. Für 2009 insgesamt rechne der VDA nun mit einem Volumen von gut 3,5 Millionen Pkw in Deutschland.
Gestärkt worden ist die starke Inlandsnachfrage im ersten Halbjahr von der Abwrackprämie und der Neuordnung der Kfz-Steuer. Besonders profitieren konnten die Fahrzeugkategorien Kompaktklasse sowie Klein- und Kleinstwagen, auf die laut VDA «98 Prozent des gesamten Marktzuwachses entfallen». weiterlesen >>