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02. Juli 2009

Assistent Lisa hört aufs Wort: Roboter sollen künftig Wissenschaftlern in Biolabors helfen



Magdeburg - «Hier ist Lisa. Was kann ich tun?» Erik Schulenburg gibt dem Roboter neben sich über Mikrofon seine Befehle: «Führ bitte einen Transportauftrag durch.» - «Wo soll ich die Multischale abholen?» fragt Lisa und bestätigt schließlich den Auftrag, den ihr ihr Bediener gegeben hat. Der Roboter ist ein Prototyp, etwa so groß wie ein Mensch, sein eckiger Bauch ist eingepackt in eine sensible Haut, und darüber hat er einen Greifarm, einen sogenannten Manipulator. Roboter wie Lisa sollen künftig Forschern in Labors der Biowissenschaften stupide Arbeiten abnehmen, sollen Petrischalen von einem Ort zum anderen bringen.

Was simpel klingt, daran haben Wissenschaftler drei Jahre lang intensiv gearbeitet. Entwickelt wurde der Roboter von acht Projektpartnern aus ganz Deutschland unter Federführung des Fraunhofer-Instituts in Magdeburg. Norbert Elkmann, Roboter-Experte vom Fraunhofer-Institut, beschreibt die Herausforderungen des Projekts: «Was sich viele unter Robotern vorstellen, ein Roboter mit menschlichen Zügen, der die Wäsche bügelt oder alte Leute pflegt, ist derzeit reine Utopie. Die Technik ist noch nicht so weit.»

Als das Bundesforschungsministerium die Entwicklung von alltagstauglichen Robotern für die Biowissenschaften ausschrieb, dachten die Roboterexperten an einen Roboter fürs Labor. «Wir wollten eine mobile Plattform entwickeln, die Transportaufgaben übernimmt, die einen Manipulator hat, der die Schalen aufhebt und abstellt», zählt Elkmann auf. «Lisa muss eine Bildverarbeitung haben, um die Objekte zu erkennen. Ganz wichtig ist auch die Navigation, damit sich der Roboter selbstständig bewegen kann.»

Eine Herausforderung war es, den Roboter durch schmale Türen und enge Gänge fahren zu lassen. Das klingt einfacher als es ist», erklärt Elkmann. «Die meisten Roboter können das nämlich nicht. Wenn sie ein Hindernis sehen, bleiben sie einfach stehen.» weiterlesen >>





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