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02. Juli 2009
Nord-Süd-Gefälle beim Tabakkonsum in Deutschland
Berlin - Im Norden Deutschlands wird mehr geraucht als im Süden, die Mehrzahl der Raucher ist männlich und die meisten rauchenden Jugendlichen gibt es in Ostdeutschland. Dies sind die Aussagen des ersten deutschen "Tabakatlas", der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Der Atlas, der vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Zusammenarbeit mit dem Bundesgesundheitsministerium und dem Robert-Koch-Institut erarbeitet wurde, soll umfassend die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens aufzeigen.
Nach den vorgelegten Zahlen ist trotz hoher Tabaksteuer und Warnhinweisen auf jeder Zigarettenpackung mit 30,1 Prozent immer noch ein knappes Drittel der erwachsenen Bevölkerung Raucher. Dabei rauchen 34,8 Prozent aller Männer und 27,3 Prozent aller Frauen. Im Bundesländervergleich zeigt sich ein klares Nord-Süd-Gefälle. Überdurchschnittlich viele Raucher gibt es demnach in den Stadtstaaten Berlin und Bremen sowie in Mecklenburg-Vorpommern.
27 Prozent der Tabakkonsumenten rauchen nur gelegentlich. 30 Prozent können als sehr starke Raucher gelten. Sie konsumieren 20 oder mehr Zigaretten pro Tag. Bei den Männern finden sich die starken Raucher vor allen bei den über 40-Jährigen. So sind 28 Prozent aller 25- bis 29-Jährigen starke Raucher. Bei den 50- bis 59-Jährigen sind es dagegen 46 Prozent.
Anders als bei den Erwachsenen überwiegen unter Deutschlands Jugendlichen die weiblichen Raucher. So rauchen 16,2 Prozent aller Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren, aber nur 14,7 Prozent der Jungen in dieser Altersgruppe. Bei der regionalen Verteilung zeigt sich ein klares Ost-West-Gefälle. So liegt die Raucherquote in den neuen Bundesländern unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 20 Jahre bei rund 30 Prozent, in Westdeutschland liegt sie rund zehn Prozentpunkte darunter. weiterlesen >>

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