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02. Juli 2009

Saddam Hussein fürchtete den Iran mehr als die USA



Washington - Saddam Hussein hat die Welt bezüglich seines Waffenarsenals offenbar bewusst irregeführt, weil er den Iran fürchtete. Dies geht aus Vernehmungsprotokollen der US-Bundespolizei FBI hervor, die am Mittwoch ins Internet gestellt wurden. Demnach räumte der frühere irakische Staatschef nach seiner Festnahme im Dezember 2003 ein, die Absichten des damaligen US-Präsidenten George W. Bush unterschätzt zu haben.

Er habe geglaubt, die USA planten nur einen eingeschränkten Angriff auf sein Land, wird Saddam Hussein zitiert, der später von der irakischen Justiz zum Tode verurteilt und Ende Dezember 2006 gehenkt wurde. Einen solchen begrenzten Militärschlag habe er bewusst in Kauf genommen, um dem Iran nicht zu offenbaren, dass er überhaupt keine Massenvernichtungswaffen besitze. Denn in diesem feindlichen Nachbarland habe er die größte Bedrohung gesehen.

Das Nationale Sicherheitsarchiv, ein regierungsunabhängiges US-Forschungsinstitut, hat auf der Basis des Gesetzes zur Informationsfreiheit eine Zusammenfassung der Vernehmungsprotokolle erhalten und auf seiner Website veröffentlicht. Demnach tat Saddam Hussein Osama bin Laden als Eiferer ab. Er selbst habe den Chef des Terrornetzwerks Al Kaida nie getroffen und auch nie mit ihm gegen die USA zusammengearbeitet, wird der gestürzte irakische Präsident weiter zitiert.

Die Auffassung der US-Behörden, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitze und Terrororganisationen wie Al Kaida unterstütze, galt seinerzeit als Hauptgrund für die US-Invasion im März 2003.


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