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02. Juli 2009
Immer weniger Ferienjobs für junge Leute
Nürnberg - Ferienjobs sind in diesem Sommer Mangelware. In Zeiten von Wirtschaftskrise und Kurzarbeit haben es auch immer mehr Schüler und Studenten schwer, einen Nebenverdienst an Land zu ziehen. «Viele Firmen haben schon für ihr Stammpersonal keine Arbeit», sagt Ilona Mirtschin, Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit (BA). Da sei dann auch für ungelernte Ferienkräfte häufig kein Geld vorhanden. Offizielle Statistiken gibt es nicht. Junge Leute suchten sich ihre Jobs in der Regel über Bekannte, Verwandte, Anzeigen oder via Internet, so Mirtschin.
Dass die Wirtschaftskrise jetzt auch für Studenten zur Beschäftigungskrise wird, hat Achim Meyer auf der Heyde beobachtet, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW). Er meint: «Der klassische Saisonjob stirbt ohnehin bald aus.» Viele Arbeitgeber hätten immer weniger Interesse an kurzfristigen Urlaubsaushilfen. Wenn Arbeit da sei, sei sie längerfristig zu vergeben. Dazu komme, dass die Studierenden in den neuen Bachelor-Studiengängen im Sommer höchstens noch vier bis sechs Wochen Zeit für den Zuverdienst hätten. Monatelange Semesterferien gehörten in zwei bis drei Jahren wohl endgültig der Vergangenheit an, so auf der Heyde.
Die Glücklichen, die für diesen Sommer trotz aller Engpässe einen Ferienjob ergattern, sollten sich in jedem Fall über Verdienstgrenzen und Abgaben schlau machen, rät der Bund der Steuerzahler. Nur wer nachfragt, weiß auch, wie viel vom Lohn bleibt.
Wie ist das mit den Sozialabgaben? Kurzzeitige Ferienjobs sind sozialversicherungsfrei, egal wie viel verdient wird. Schüler und Studenten müssen keine Beiträge leisten für Kranken-, Pflege-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung. Einzige Voraussetzung: Die Beschäftigung dauert von vorneherein nicht länger als 50 Arbeitstage im Jahr oder zwei Monate, wie die Deutsche Rentenversicherung erläutert. Ob die Zeit an einem Stück oder über die Ferien verteilt in Anspruch genommen wird, ist egal. Mehrere Jobs dieser Art in einem Kalenderjahr werden zusammengerechnet. weiterlesen >>

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