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02. Juli 2009

Vorsorge für Wassereinbruch im Atommülllager Asse



Salzgitter - Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) will in dem einsturzgefährdeten Atommülllager Asse Vorkehrungen für den Fall eines unkontrollierten Wassereinbruchs treffen. In dem ehemaligen Salzbergwerk würden größere Pumpen installiert, neue Zwischenspeicher für Lauge errichtet und in vier Atommüllkammern Rohre für eine Notverfüllung mit Beton gelegt, sagte BfS-Präsident Wolfram König am Donnerstag in Salzgitter. «Ziel ist es, Zuflüsse bis zu 500 Kubikmeter pro Tag noch zu beherrschen», betonte er. In das Bergwerk dringen derzeit täglich rund 12 Kubikmeter Lauge ein.

Die Vorsorgemaßnahmen sind Teil einer Strahlenschutzordnung des Atommülllagers, die das BfS vorläufig in Kraft gesetzt und zugleich dem niedersächsischen Umweltministerium zur Genehmigung zugeleitet hat. Bei einem unkontrollierten Wasserzufluss könne es in der Umgebung des Endlagers später «zum erheblichen Überschreiten der Grenzwerte kommen», warnte König.

Derzeit gebe es in dem Bergwerk zwar eine stabile Situation, sagte der BfS-Präsident. «Aber alle Gutachter können schnelle Veränderungen der Zuflüsse nicht ausschließen», betonte er. Mit der Strahlenschutzordnung für das Bergwerk werde das Atommülllager bei Wolfenbüttel «erstmals so behandelt, wie es für eine Atomanlage in Deutschland seit 40 Jahren Vorschrift ist», sagte er zudem.





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