Einnahmen der deutschen Krebshilfe leicht rückläufig
Berlin - Die Einnahmen der deutschen Krebshilfe sind im vergangenen Jahr um rund sechs Prozent auf 93,9 Millionen Euro gesunken. Der Verein zeigte sich bei der Vorstellung der Jahresbilanz am Donnerstag in Berlin mit den Beträgen dennoch zufrieden. Die hohe Summe zeige, dass sich die Menschen trotz der wirtschaftlich angespannten Lage kontinuierlich für Krebskranke einsetzten. Die Krebshilfe förderte im vergangenen Jahr 174 neue Projekte im Bereich der Krebsbekämpfung.
Für die Grundlagenforschung und klinische Forschung stellte die Krebshilfe 2008 insgesamt 37,7 Millionen Euro bereit. In diverse Krebstherapiestudien flossen 8,4 Millionen Euro, in Kinderkrebsprojekte 7,6 Millionen Euro. 4,7 Millionen Euro stellte die Krebshilfe für einen Härtefonds bereit, der Krebskranke unterstützt, die durch ihre Krankheit in finanzielle Not geraten sind.
Als neuen Förderschwerpunkt legte die Krebshilfe ein Programm zu Therapiestudien für ältere Menschen auf. In diesen Bereich flossen erstmals 2,7 Millionen Euro. Die Krebshilfe habe sich dazu entschlossen, weil in gewöhnlichen Studien Therapien lediglich an Menschen bis zu einem Alter von 65 Jahren getestet würden. Die aus solchen Studien gewonnenen Erkenntnisse ließen sich aber nur begrenzt auf Patienten höheren Alters übertragen. Dabei seien es gerade ältere Menschen, die oft an Krebs erkrankten.
Den größten Einnahmeposten stellten für die Krebshilfe mit 41,6 Millionen Euro die Erbschaften und Vermächtnisse dar. 25,7 Millionen Euro erhielt der Verein aus Einzelspenden und Mitgliedsbeiträgen. Weitere 6,5 Millionen Euro flossen etwa über Veranstaltungen und Aktionen in die Kasse der Krebshilfe.