Frankfurt/Main - Karl Malden war Hollywoods Methusalem, hoch geachtet als ein Mann und Künstler, der eine Vergangenheit verkörpert, um die sich schon längst Legenden rankten und an der er Anteil hatte. Der Schauspieler und Oscar-Preisträger starb jetzt im Alter von 97 Jahren, wie seine Familie am Mittwoch in Los Angeles mitteilte. Der aus Chicago stammende Sohn einer tschechischen Mutter und eines serbischen Vaters wurde bereits 1951 für seine Nebenrolle in dem Marlon-Brando-Welterfolg «Endstation Sehnsucht» mit dem Oscar ausgezeichnet.
Dem deutschen Publikum ist Malden vor allem in seiner Rolle als Polizist Mike Stone in der erfolgreichen TV-Serie «Die Straßen von San Francisco» bekanntgeworden und im Gedächtnis geblieben. Zusammen mit Michael Douglas bildete er in der Krimireihe aus den 70er Jahren ein populäres Duo auf den Bildschirmen der westlichen Welt. Malden, der eigentlich Karl Mladen Sekulovich heißt, war Arbeiter in einer Stahlfabrik und besuchte kurz eine Lehrerausbildung, bevor er 1933 in seiner Heimatstadt die Ausbildung zum Schauspieler absolvierte.
Malden mangelte es trotz seiner Erfolge nie an Selbstironie. Zu seiner legendären Knollennase sagte er, er sei «der einzige Schauspieler in Hollywood, der wegen seiner Nase Behindertenparkplätze nutzen darf». Oscar-Preisträgerin Eva Marie Saint erinnert sich gerne an die Zusammenarbeit mit Malden: «Er war der vollendete Schauspieler, er liebte es. Er war herzlich und intelligent. Was auch immer er machte, er hat das Leben genossen», sagte die Schauspielerin.
In New York hatte er erste Bühnenerfolge, sein Kinodebüt gab er 1940. Von 1947 an stand er regelmäßig vor der Kamera. In den 60er Jahren war Malden ein sehr gefragter Charakterdarsteller in ganz verschiedenen Genres wie Kriegs-, Gangster- und Westernfilmen. weiterlesen >>