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02. Juli 2009

Jacksons Tod auch finanziell ein schwerer Schlag



Für einige der geplatzten Termine sind Ersatzveranstaltungen ins Auge gefasst. Doch das tröstet die Hotellerie und Gastronomie in Hallennähe, die mit dem Ansturm von Jackson-Fans gerechnet hatte, nur wenig. «Wir hatten seinetwegen Unmengen Leute erwartet», sagte der Manager des Hotels Pilot Inn, Louis Thacker. «Das wäre ein richtiger Schub für uns gewesen, und wir hatten schon darauf gesetzt.» Sein Kollege Paul Duggan vom Radisson Edwardian hat schon rund 250 Buchungen stornieren müssen. «Es ist enttäuschend, denn das war schon ein Aufreger für die Gegend hier.»

«Die Hotels werden Panik kriegen», schätzte Tom Otley vom «Business Traveller»-Magazin. «Hart für sie, aber für Geschäftsreisende kann es gut sein, weil sie die Preise senken werden.» Auch Event-Agenturen, die Arrangements für Firmenkunden zusammenstellen, haben zu leiden. «Etwas in diesem Ausmaß hab ich noch nicht erlebt», räumt Alex Hewitt von AOK Events ein. «Das waren 500 Arrangements pro Abend, 50 Abende lang, und plötzlich fällt das aus.»

Freuen dürften sich dagegen Plattenfirmen und Souvenirhändler. Bald nach Jacksons Tod schossen seine Titel bereits wieder an die Spitze der britischen Charts. Jackson-T-Shirts, mit heißem Eisen gebügelt, waren schon Stunden nach der Todesnachricht auf dem Markt. Nicht zu jedermanns Gefallen, wie ein Händler auf dem Camden Street Markt in London berichtet. Manche Fans seien sehr unglücklich gewesen. «Sie sagten: 'Er ist gerade erst gestorben, und Ihr macht schon ein Geschäft aus seinem Tod.»


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