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02. Juli 2009

Platzen der Abwrackblase wird deutschen Automarkt besonders treffen



Duisburg - Das «Platzen der Abwrackblase» wird nach Einschätzung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer den deutschen Automarkt besonders hart treffen. Der Direktor des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen sagte am Donnerstag für das Jahr 2010 einen Einbruch des Autoabsatzes in Deutschland um 22,9 Prozent voraus, während in fast allen anderen Ländern die Verkäufe wieder zunehmen dürften.

Optimismus über das Erreichen einer Bodenbildung sei nach den Daten seines Instituts verfrüht, erklärte Dudenhöffer in seiner Prognose. Nach wie vor sei - mit Ausnahme von China - die Weltwirtschaft in einer schwierigen Situation. In den meisten Automärkten Europas und Amerikas werde der private Käufer Mangelware bleiben und die Firmenkunden würden bei den Gewinnerwartungen der Unternehmen für das Jahr 2010 ebenfalls nur schwer zum Neuwagenkauf zu motivieren sein.

Dudenhöffer rechnet dank Abwrackprämie in Deutschland für das laufende Jahr mit dem Absatz von 3,5 Millionen Neuwagen, ein Plus von 13,3 Prozent im Vergleich zu 2008 und etwa das Niveau des Jahres 2006. Im Jahr 2010 dürfte jedoch wegen des «Nachhall-Effekts» der Abwrackprämie der Verkauf auf 2,7 Millionen Autos einbrechen. Erschwert werde die Situation für die Hersteller dadurch, dass durch die Prämie ein historisches Rabattniveau auf dem deutschen Markt erreicht sei, so dass im nächsten Jahr zum Ausfall der Nachfrage auch noch ein Preis- und Margenverfall hinzukomme.

Weltweit dürfte nach den Schätzungen Dudenhöffers der Autoabsatz im laufenden Jahr um 12,6 Prozent auf 48,56 Millionen Fahrzeuge sinken. Das läge unter dem Stand des Jahres 2000. Die größten Einbrüche gibt es der Prognose zufolge in Russland (minus 35,7 Prozent), Spanien (minus 26,8 Prozent) und den USA (minus 20,7 Prozent).  weiterlesen >>


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