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02. Juli 2009

Sportwagenbauer setzt 62 Prozent weniger ab - VW verliert 18 Prozent - BMW minus 20 Prozent



Dearborn/Stuttgart - Der hoch verschuldete Sportwagenbauer Porsche bekommt immer größere Probleme im Absatz. Auf dem nordamerikanischen Markt ging die Zahl der Auslieferungen an Kunden im Juni um 62 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 1.072 Fahrzeuge zurück. Am schlimmsten war der Einbruch im wichtigsten Exportmarkt mit einem Minus von 72 Prozent in der hochprofitablen Geländewagen-Baureihe Cayenne, wie der Autobauer am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Im Mai hatte Porsches Minus in Nordamerika erst bei 29 Prozent gelegen.

Die Marke Volkswagen verlor im Juni im größten Automarkt der Welt 18 Prozent Absatz und brachte rund 19.000 Wagen an die Kunden. Der gesamte Absatzrückgang bis Ende Juni betrug 16 Prozent. BMW verlor 20,3 Prozent auf rund 21.000 Stück. Im ersten Halbjahr verlor BMW 27,5 Prozent Absatz.

Ein deutliches Zeichen der Hoffnung meldete Ford. Im Juni verlor Ford nur 10,7 Prozent Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Mai hatte der Rückgang dagegen noch 24 Prozent betragen. Ford brachte im Juni 154.873 Wagen an die Kunden, wie der Konzern in Dearborn bei Detroit mitteilte. Im Mai lag der Absatz bei rund 161.000 Stück. Ford stockt die Produktion für das dritte Quartal um 25.000 Stücke gegenüber der vorigen Planung auf, wie es hieß. Der insolvente Hersteller Chrysler verlor dagegen im Juni 42 Prozent und kam nur noch auf 68.297 Fahrzeuge.

Die US-Autobranche steckt tief in der Krise. Die großen Ford-Konkurrenten General Motors und Chrysler befinden sich in Insolvenzverfahren und werden zurzeit von Grund auf umgebaut. Ford hatte sich dagegen rechtzeitig flüssige Mittel gesichert und steckt nicht in der Insolvenz.


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