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02. Juli 2009

Entscheidung zur Übernahme der AUA durch Lufthansa verschoben



Brüssel - Die EU-Kommission hat ihre Entscheidung über die geplante Übernahme der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines durch die Lufthansa verschoben. Die oberste europäische Kartellbehörde kündigte am Mittwochabend eine vertiefte Prüfung des Vorhabens an, die bis zu 90 Tage dauern kann. Grund sind Befürchtungen der Kommission, auf einigen Strecken könnte es zu einem geringeren Angebot und höheren Preisen kommen.

Der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes wies allerdings darauf hin, dass die Kommission «auch sehr viel schneller eine Entscheidung treffen kann». Bei einer langwierigen Prüfung droht der Zusammenschluss zu platzen: Die Lufthansa hat das Recht, vom Kaufvertrag zurückzutreten, falls bis zum 31. Juli keine Genehmigung der EU-Kommission vorliegt.

Auch die 500 Millionen Euro Restrukturierungsbeihilfe, die die österreichische Regierung der Lufthansa als Mitgift für die AUA zugesagt hat, müssen noch von der Kommission genehmigt werden. Zuständig dafür ist allerdings nicht Wettbewerbskommissarin Kroes, sondern EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani.

Die EU-Kommission erklärte am Mittwochabend, eine anfängliche Untersuchung der Übernahme habe ergeben, dass diese auf einigen Strecken zu einem verringerten Flugangebot und höheren Preisen führen könnte. Die Vorschläge der Lufthansa zu diesem Punkt ließen bereits Lösungen erkennen, seien aber von der Kommission als nicht ausreichend bewertet worden, um schon jetzt grünes Licht für die Übernahme zu geben. «Ich hoffe, dass wir in den kommenden Wochen eng mit Lufthansa zusammenarbeiten und gemeinsam Lösungen finden werden, um diese Bedenken rechtzeitig auszuräumen», erklärte Kroes.





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