Frankfurt/Main - Joomla ist eines der meistverwendeten Pakete zum Aufbau eines Web-Angebots. Das Content-Management-System (CMS) ist ideal für mittelgroße Web-Auftritte. Open-Source-Entwickler haben tausende von Layout-Templates und Erweiterungen für Joomla bereitgestellt. Wer intensiver in die Tiefen des Systems eintaucht, wird irgendwann selbst zum Entwickler.
Denn irgendein Bedürfnis gibt es immer, für das noch keine Lösung da ist. Für den kühnen Schritt, sich dann selbst an der Entwicklung eines Joomla-Plugins zu versuchen, gibt es mannigfache Hilfestellungen im Web und jetzt auch ein neues «Joomla-Entwicklerhandbuch». Der Autor Alex Kempkens gehört zum Kernteam von Joomla und kennt daher genau all die Software-Schnittstellen, mit deren Hilfe Erweiterungen an Joomla angedockt werden.
Ein bisschen Entwicklung hat fast jeder Joomla-Nutzer schon hinter sich, wenn es darum geht, das System an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. An dieser Stelle setzt auch Joomla-Experte Kempkens an. Er nennt die zentralen PHP-Dateien und MySQL-Tabellen, auf die bei Änderungen der Systemkonfiguration geachtet werden muss. Komplexer ist die Entwicklung völlig neuer Lösungen, zumal es hier entscheidend auf die sorgfältige Planung ankommt. Bei der Umsetzung muss das Rad nicht neu erfunden werden - für viele Funktionen stehen Klassen und Bibliotheken bereit, praktische Software-Bausteine, die mit wenigen Code-Zeilen in das eigene Projekt eingebunden werden.
Wenn man eigene Erweiterungen für Joomla entwickelt und diese der Community zur Verfügung stellt, hat man eine hohe Verantwortung für die Sicherheit. Der Autor zeigt die wichtigsten Angriffsflächen auf und erklärt, was beachtet werden muss, um diese zu entschärfen. Auch die Dokumentation der Software ist wichtig, ehe schließlich der große Tag kommt, an dem die Joomla-Erweiterung als «Stable Release» zum Download bereitgestellt wird.