Posträuber Biggs bleibt weiter im Gefängnis

veröffentlicht am 02.07.2009


Der legendäre britische Posträuber Ronnie Biggs muss weiter im Gefängnis bleiben. Die Regierung in London lehnte am Mittwoch eine vorzeitige Haftentlassung des 79-Jährigen trotz dessen schlechten Gesundheitszustands und des hohen Alters ab. Biggs habe keine Reue gezeigt, erklärte Innenminister Jack Straw zur Begründung.

 

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London - Der legendäre britische Posträuber Ronnie Biggs muss weiter im Gefängnis bleiben. Die Regierung in London lehnte am Mittwoch eine vorzeitige Haftentlassung des 79-Jährigen trotz dessen schlechten Gesundheitszustands und des hohen Alters ab. Biggs habe keine Reue gezeigt, erklärte Innenminister Jack Straw zur Begründung. Er entschied sich damit gegen die Empfehlung einer Begnadigungskommission.


Biggs hat in den vergangenen Jahren mehrere Schlaganfälle erlitten. Zurzeit liegt er wegen einer gebrochenen Hüfte und Verdacht auf Lungenentzündung in einem Krankenhaus. Seine Anwälte erklärten, Biggs sei keine Gefahr mehr für die Gesellschaft.


Biggs hat wegen seiner Teilnahme an dem zum «Raub des Jahrhunderts» stilisierten Überfall auf einen Postzug 1963 Kriminalgeschichte geschrieben. Mit 14 Komplizen erbeutete er 2,6 Millionen Pfund. Dies entsprach damals 31 Millionen Mark, nach heutiger Kaufkraft mehr als 35 Millionen Euro. Alle wurden verhaftet. Nach seiner Verurteilung zu 30 Jahren Haft gelang Biggs 1965 eine spektakuläre Flucht aus dem Gefängnis. Er ließ sich anschließend in Brasilien nieder und wurde erneut verhaftet, als er 2001 freiwillig nach Großbritannien zurückkehrte. Seine reguläre Haftstrafe dauert noch bis 2020.  (© AP)



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