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02. Juli 2009

Merkel will G-8 erweitern: Probleme von Industrieländern allein nicht mehr zu lösen



Berlin - Eine gute Woche vor dem G-8-Gipfel in Italien hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine Erweiterung der Runde ausgesprochen. Die G-20 sollte das Format sein, das die Zukunft «überwölbend» bestimmt, sagte die Kanzlerin am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag. Die G-8-Treffen würden zu Vorbesprechungen. Die eigentlichen Beschlüsse würden dann in einem größeren Kreis gefällt.

Das G-8-Format reiche nicht mehr aus, sagte Merkel zur Begründung. Die Probleme seien von den Industrieländern allein nicht mehr zu lösen. Man werde auch mit den Schwellenländern und afrikanischen Länder über die Zukunft reden. «Man sieht also, die Welt wächst zusammen», betonte die CDU-Chefin.

Die G-20, die Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, hatte im Frühjahr eine Weltfinanzreform eingeleitet. Der nächste Gipfel ist am 24. und 25. September in der US-Industriestadt Pittsburgh.

Die acht führenden Industrienationen treffen sich vom 8. bis 10. Juli in der vom Erdbeben zerstörten italienischen Stadt L'Aquila. Bei den Themen stehen die Lage im Iran, mögliche Sanktionen für das Land und die Bekämpfung der globalen Krise im Vordergrund. Die G-8 werden versuchen, ein schlüssiges Konzept dazu zu entwickeln, das ihre Position für den G-20-Gipfel mit den Schwellenländern im September fixiert. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hofft, dass vom Gipfel das positive Signal ausgeht, das Schlimmste sei überstanden.


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