Neuer Wettbewerb für Berliner Einheitsdenkmal beschlossen
Berlin - Nach der Pleite beim ersten Wettbewerb für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin soll es einen zweiten Anlauf geben. Der Bundestagsausschuss für Kultur und Medien beschloss am Mittwoch mit großer Mehrheit ein neues und deutlich einfacheres Verfahren. In einer ersten Runde sollen sich Fachleute wie Architekten und Künstler bewerben, aus denen dann ein Gremium die besten auswählt. Mit den ausgewählten Teilnehmern werde dann der Wettbewerb durchgeführt.
Der erste Wettbewerb war gescheitert, weil von den 532 eingereichten Entwürfen keiner den Anforderungen standhielt. Die Zeit drängt nun in doppelter Hinsicht: Eigentlich wollte die Bundesregierung die Ergebnisse des Wettbewerbs zum 20. Jahrestag des Mauerfalls im November präsentieren. Zweitens soll mit dem Bau des Denkmals bereits 2010 begonnen werden. Die Arbeiten sollen höchstens zwei Jahre dauern. Der Bundestag hat 15 Millionen Euro bewilligt.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) sagte, der erste Gestaltungswettbewerb habe gezeigt, dass das Konzept inhaltlich überfrachtet und zu komplex gewesen sei. Es sei schwierig, alle historischen Komponenten der deutschen Freiheitsbewegungen in angemessener Form künstlerisch umzusetzen. Deshalb solle die Erinnerung an die friedliche Revolution 1989 und die deutsche Einheit Schwerpunkt des Denkmals sein.
Über die Errichtung eines eigenen Denkmals in Leipzig wurde inzwischen Einvernehmen zwischen Bund, dem Freistaat Sachsen und der Stadt Leipzig erzielt. Deshalb kann laut Tiefensee dieser Bezug in dem Berliner Denkmal entfallen. weiterlesen >>