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02. Juli 2009

Rosenthal-Gläubiger stimmen Verkauf zu



Selb - Die Gläubigerversammlung von Rosenthal hat dem bevorstehenden Verkauf des insolventen Porzellanherstellers zugestimmt. Der italienische Besteckhersteller Sambonet verhandle noch mit verschiedenen Banken über die Finanzierung. «Sobald in den Bankengesprächen eine Einigung erzielt wurde, kann der Kaufvertrag unterschrieben werden», sagte Insolvenzverwalter Volker Böhm am Mittwoch in Selb.

Der Kaufpreis müsse bis Ende Juli gezahlt sein, weil dann die vom Hauptgläubiger Bank of America gewährte Frist auslaufe. Danach müsse er die Bank of America auszuzahlen, weil sie die Rosenthal-Markenrechte als Sicherheit hält. In diesem Fall würde er Rosenthal fortführen, bis ein Abschluss mit einem anderen Interessenten möglich sei. Die Gläubigerversammlung sei einverstanden. Insgesamt hätten über 1.250 Gläubiger Forderungen in Höhe von 100 Millionen Euro angemeldet, erklärte der Insolvenzverwalter.

In der Gläubigerversammlung sind alle Rosenthal-Gläubiger vertreten, darunter Banken, Lieferanten, Finanzbehörden, Mitarbeiter, Sozialkassen und Vermieter. Rosenthal hatte am 9. Januar Insolvenz angemeldet. Im Zuge der Umstrukturierung sollen bis zu 300 der 1.200 Mitarbeiter in Deutschland entlassen werden.


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