ARD stoppt gefloppte Vorabendserie "Eine für alle"
München - Die ARD hat erneut einen Flop auf dem Vorabendsendeplatz eingestanden: Nur zwei Monate nach dem Start kündigte das Erste das Ende der Vorabendserie «Eine für alle - Frauen können's besser» an. Statt der geplanten 200 Folgen werden nur 100 Episoden produziert und ausgestrahlt, teilte die ARD am Mittwoch mit. Die letzte Folge werde voraussichtlich am 14. Oktober (18.50 Uhr) ausgestrahlt. «Leider hat 'Eine für alle' nicht den gewünschten Erfolg beim Publikum», begründete ARD-Programmdirektor Volker Herres das vorzeitige Aus.
«Auch nach mehr als zwei Monaten ist keine positive Tendenz in der Zuschauerentwicklung festzustellen», sagte er. Die Handlung der Serie passt zur realen Wirtschaftskrise. Mit Katharina Schubert in der Hauptrolle kämpfen vier Frauen um eine insolvente Firma und ihre Arbeitsplätze. «Eine für alle» läuft dienstags bis freitags um 18.50 Uhr im Ersten.
Seit dem Sendestart am 20. April habe die Serie durchschnittlich nur 970.000 Zuschauer vor den Fernseher gelockt, was einem Marktanteil von fünf Prozent entspreche, teilte der Sender mit. Über die weitere Planung für diesen Sendeplatz werde in nächster Zeit entschieden, hieß es.
Die ARD hatte große Hoffnungen in die Serie gesetzt. Vor allem 29- bis 49-jährige Frauen sollten die Serien-Heldinnen vor den Fernseher locken. Den Vorabendsendeplatz erfolgreich zu besetzen, bereitet der ARD schon lange Sorgen. Anfang 2008 war um diese Zeit die erfolglose Bruce-Darnell-Show zu sehen. Danach folgten eine Dating-Show, verschiedene Serien-Wiederholungen und im Herbst die quotenreiche, aber vorerst letzte Staffel von «Türkisch für Anfänger».