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02. Juli 2009
Berliner S-Bahn-Chef muss gehen
Berlin - Der Geschäftsführer der Berliner S-Bahn GmbH, Tobias Heinemann, muss höchstwahrscheinlich gehen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AP am Donnerstagmorgen aus Bahnkreisen. Die Deutsche Bahn AG zieht damit die Konsequenz aus den Versäumnissen bei Sicherheitsüberprüfungen in dem Tochterunternehmen, die seit Tagen zu erheblichen Ausfällen im Betrieb geführt hat.
Erwartet wurde, dass die Bahn nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am Nachmittag den Beschluss bekanntgibt. Ob weitere Mitglieder der vierköpfigen Geschäftsführung ihre Posten räumen müssen, war nach AP-Informationen noch nicht ganz sicher, galt aber nicht als unwahrscheinlich.
Nach einem Unfall am 1. Mai aufgrund eines Radbruchs hatte die S-Bahn-Führung umfangreiche Sicherheitsüberprüfungen zugesagt, aber nicht durchgeführt. Daraufhin hatte das Eisenbahn-Bundesamt am Montag mehr als ein Drittel der Züge aus dem Verkehr gezogen. Ausfälle ganzer Linien und Verspätungen waren die Folge.
Heinemann hatte noch am 26. Juni betont, die Überprüfungen würden «gestrafft» durchgeführt, und Verkehrsbehinderungen seien nicht zu erwarten. Das Vorgehen hatte der Bahn Vorwürfe aus Politik und Gewerkschaften eingebracht, sie vernachlässige aus wirtschaftlichen Gründen die Sicherheit. Genau dies nicht zu tun, hat der neue Bahnchef Rüdiger Grube seit Amtsantritt wiederholt zugesichert.

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