Glücksspiel aus Russlands Metropolen verbannt
veröffentlicht am 02.07.2009

Tausende russische Kasinos, Wettbüros und Spielhöllen haben am Mittwoch dicht gemacht. Die Schließung ist die Konsequenz einer Gesetzesänderung, wonach Glücksspiel ab dem gestrigen 1. Juli in Russland nur noch in wenigen entlegenen Regionen legal ist.
Moskau - Tausende russische Kasinos, Wettbüros und Spielhöllen haben am Mittwoch dicht gemacht. Die Schließung ist die Konsequenz einer Gesetzesänderung, wonach Glücksspiel ab dem gestrigen 1. Juli in Russland nur noch in wenigen entlegenen Regionen legal ist. Demnach wird das Glücksspiel aus den Metropolen verbannt und nur noch weit von Moskau entfernt in vier Gebieten erlaubt - in Kaliningrad (Königsberg), der Region Primorski am Pazifik, der sibirischen Altai-Region und der Gegend um Sotschi am Schwarzen Meer, wo die Olympischen Winterspiele 2014 ausgetragen werden.
Allein in der russischen Hauptstadt sollen durch die Schließungen rund 40.000 Arbeitnehmer betroffen sein. Insgesamt wird die Zahl derer, die durch das neue Gesetz mitten in der Wirtschaftskrise ihre Stelle verlieren, auf 400.000 Menschen geschätzt. Experten vermuten, dass durch die neue Gesetzeslage das Glücksspiel in den Untergrund gedrängt und damit kriminalisiert werden. Das Gesetz war 2006 unter Präsident Wladimir Putin beschlossen worden, der inzwischen Ministerpräsident ist. (© AP)
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