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01. Juli 2009

Schlafloser Jackson bettelte um Beruhigungsmittel



Los Angeles - Michael Jackson litt nach Angaben einer Krankenschwester in seinen letzten Monaten so sehr unter Schlaflosigkeit, dass er sie trotz aller Warnungen um ein bestimmtes Beruhigungsmittel anflehte. Sie habe sein Verlangen wiederholt abgelehnt, berichtete Cherilyn Lee, die auch Ernährungsberaterin ist und für den Popstar tätig war, während er sich auf sein Comeback vorbereitete. Ein hektischer Anruf vier Tage vor seinem Tod lasse sie aber befürchten, dass er doch irgendwie an das Anästhetikum Diprivan oder ein anderes Schlafmittel herangekommen sei.

Einer seiner Mitarbeiter habe sie am 21. Juni, als sie in Florida war, aufgeregt angerufen und gesagt, Jackson wolle sie umgehend sehen. «Ich fragte 'Was ist los?'», erzählte Lee am Dienstag. «Im Hintergrund hörte ich Michael: 'Meine eine Körperseite ist heiß, sie ist heiß, und eine Körperseite ist kalt. Sie ist sehr kalt'», berichtete die Krankenschwester. «Ich sagte: 'Sag ihm, er muss ins Krankenhaus. Ich weiß nicht, was da los ist, aber er muss ins Krankenhaus - und zwar sofort'». Sie habe erkannt, «dass ihm jemand etwas gegeben hatte, das auf das zentrale Nervensystem wirkt», erklärte Lee. Er sei an diesem Tag in Schwierigkeiten gewesen und habe um Hilfe gerufen, schilderte sie ihren Eindruck.

Jackson ging nicht ins Krankenhaus. Er starb am 25. Juni, nach Angaben seiner Familie nach einem Herzstillstand. Das Ergebnis von Autopsien zur Klärung der genauen Todesursache wird erst in einigen Wochen erwartet. «Ich weiß nicht, was da passiert ist. Ich kann nur sagen, dass er auf diesem Mittel bestanden hat.»

Das Hypnotikum Diprivan, in Deutschland unter anderem unter dem Namen Disoprivan im Handel, enthält den Wirkstoff Propofol und wird intravenös verabreicht. Es ist ein kurz wirkendes Anästhetikum, das bei kleineren Eingriffen und Untersuchungen sowie zur Einleitung und Aufrechterhaltung einer Narkose benutzt wird, für eine längere Sedierung aber auch als Dauerinfusion gegeben werden kann.  weiterlesen >>


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