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01. Juli 2009

Ackermann warnt vor Protektionismus



Berlin - Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat vor der Gefahr eines neuen Protektionismus gewarnt. Im Kampf gegen die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise setzten viele Staaten zu stark auf nationale Rezepte, sagte der Manager am Mittwoch in Berlin. Zugleich lobte er, dass die beispiellose Krise, die er als «Tsunami» beschrieb, schon zu einem Umdenken in weiten Teilen der Wirtschaft und Politik geführt habe. Dies betreffe etwa die Risikoanalyse, für die neue Modelle erarbeitet werden müssten.

Auch der Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Bernd Pfaffenbach, äußerte sich besorgt über protektionistische Tendenzen. Dies sei der «völlig falsche Weg» für Volkswirtschaften wie die USA, Deutschland, Japan und China, die stark vom internationalen Handel abhingen. Als wirksame Gegenmaßnahme brachte er einen schnellen Abschluss der seit Jahren stockenden Welthandelsgespräche, der sogenannten Doha-Runde, ins Gespräch. Dies könne auch ein positives Signal für den G-20-Weltfinanzgipfel in Pittsburgh Ende September sein.

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