UN fehlen Hilfsgelder für Millionen Hungernde in Nordkorea
veröffentlicht am 01.07.2009

Zur Ernährung von Millionen Hungernden im kommunistischen Nordkorea fehlen dem Welternährungsprogramm (WFP) dringend benötigte internationale Hilfsgelder. Zudem werde die Arbeit in dem Land durch neue Auflagen der Regierung in Pjöngjang drastisch erschwert, erklärte die UN-Organisation am Mittwoch in Peking. Das WFP erhielt demnach bislang nur 15 Prozent der gut 500 Millionen Dollar Hilfe, die zur Ernährung von 6,2 Millionen Menschen nötig sind.
Peking - Zur Ernährung von Millionen Hungernden im kommunistischen Nordkorea fehlen dem Welternährungsprogramm (WFP) dringend benötigte internationale Hilfsgelder. Zudem werde die Arbeit in dem Land durch neue Auflagen der Regierung in Pjöngjang drastisch erschwert, erklärte die UN-Organisation am Mittwoch in Peking. Das WFP erhielt demnach bislang nur 15 Prozent der gut 500 Millionen Dollar Hilfe, die zur Ernährung von 6,2 Millionen Menschen nötig sind.
Daher werden derzeit nur 1,7 Millionen Menschen erreicht, wie der WFP-Chef für Nordkorea, Torben Due, sagte. Im September hätten in dem verarmten Land noch vier Millionen Hungerleidende erreicht werden können. Die Situation hat sich nach Dues Angaben zuletzt noch zugespitzt: Seit dem nordkoreanischen Atomtest im Mai bekam das WFP keine internationalen Hilfsgelder mehr. Die UN gehen davon aus, dass rund 8,7 Millionen der etwa 23 Millionen Nordkoreaner Lebensmittelhilfe brauchen.
Das Regime in Pjöngjang hat das WFP jüngst auch gezwungen, alle koreanisch-sprechenden Mitarbeiter zu entlassen, womit die Zahl der direkten Angestellten von 59 auf 16 gefallen ist. Seit vergangenem Monat darf die Organisation zudem nur noch in 57 von 131 Bezirken des Landes helfen. Due sagte, das WFP registriere jedoch, dass im ganzen Land immer mehr Kinder wegen Mangelernährung in Krankenhäuser eingeliefert würden. «Für Kinder ist das sehr kritisch und bedeutet, dass sie nicht die für ihr Wachstum nötige Nahrung haben.»
Der womöglich mit Raketen beladene nordkoreanische Frachter «Kang Nam» kehrte inzwischen nach eineinhalb Wochen auf See wieder um, wie am Dienstag aus US-Regierungskreisen verlautete. Das Schiff, das am 17. Juni aus einem Hafen in Nordkorea ausgelaufen war, wird seit Tagen von US-Kriegsschiffen verfolgt. Es wird verdächtigt, Raketen und zugehörige Teile geladen zu haben. Als Bestimmungsort wurde Birma vermutet.
Mit der Umkehr des Schiffes wollte Nordkorea möglicherweise eine Konfrontation verhindern. Die Vereinten Nationen hatten nach dem nordkoreanischen Atomtest vom 25. Mai das Waffenembargo gegen das kommunistische Land verschärft. Es ermächtigt unter anderem die UN-Staaten, verdächtige Schiffe zu durchsuchen. (© AP)




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