|
01. Juli 2009
Claude Chabrol kennt keine schmerzhaften Trennungen
München - Regisseur Claude Chabrol zeigt sich glücklich damit, dass er drei Mal geheiratet hat. In einem vom Fernsehsender Tele 5 geführten Interview zur Sendung einer Chabrol-Reihe sagte der 79-jährige Franzose: «Mit meinen Gattinnen hatte ich stets Glück: Die ersten beiden waren so froh, mich loszusein, dass sie nicht mal Unterhaltszahlungen von mir gefordert haben. Insofern kenne ich keine schmerzhaften Trennungen.»
Man müsse eine Ehe wie einen Vertrag sehen: «Wenn ihn einer auflösen möchte, ist die Sache damit zu Ende», sagte Chabrol. Seine erste dauerte zwei Jahre. Seine zweite Ehefrau wurde 1964 die Schauspielerin Stéphane Audran, die in dem aktuellen Chabrol-Film «Das Mädchen aus Monaco» zu sehen ist. Das Paar trennte sich 1981. Seit März 1983 ist er mit Aurore Pajot verheiratet.
«Mit jeder Ehe gab es auch eine Überraschung», sagte Chabrol. «Meine erste Frau hatte viel Geld, was ich vorher nicht wusste. Die zweite erwies sich plötzlich als begnadete Schauspielerin. Und die dritte hat sich als wunderbarste Gattin herausgestellt, die auch noch wunderbar kocht, und das ist das größte Glück meines Lebens.»
Auf die Frage, wie er sich als Opfer eines Verbrechens inszenieren würde, antwortete der 79-Jährige: «Ich würde gern das Opfer meiner eigenen Schwächen werden: Wein, Essen oder Rauchen! Warum nicht 24 Stunden Zigarren rauchen, dann wäre es nach spätestens 15 Tagen geschafft.» Chabrol fügte hinzu: «Was ich vermeiden würde: In Stücke geschnitten zu werden, das ist unappetitlich. Aufgehängt werden soll weh tun, deshalb würde ich das ebenso vermeiden wie die Guillotine. Und Gift ist genauso unangenehm. Also bleibt es beim Essen.»

|