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EU und China wollen bei Finanzmarktreform und Klimaschutz kooperieren

veröffentlicht am 20.05.2009


Die EU und China haben sich zu einer verstärkten Zusammenarbeit bei Finanzmarktreform und Klimaschutz bekannt. Beide Seiten seien sich einig, «weiter zusammenzuarbeiten, um weltweite Herausforderungen wie die Finanzmarktkrise und den Klimawandel anzugehen», erklärte die tschechische EU-Ratspräsidentschaft am Mittwoch nach dem EU-China-Gipfel in Prag. Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao verbat sich indes erneut Kritik an der Menschenrechtslage in seinem Land.

 

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Prag - Die EU und China haben sich zu einer verstärkten Zusammenarbeit bei Finanzmarktreform und Klimaschutz bekannt. Beide Seiten seien sich einig, «weiter zusammenzuarbeiten, um weltweite Herausforderungen wie die Finanzmarktkrise und den Klimawandel anzugehen», erklärte die tschechische EU-Ratspräsidentschaft am Mittwoch nach dem EU-China-Gipfel in Prag. Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao verbat sich indes erneut Kritik an der Menschenrechtslage in seinem Land.


China und die EU «sollten sich nicht in die internen Angelegenheiten der jeweils anderen Seite einmischen», warnte Wen. Der EU-China-Gipfel war ursprünglich schon im Dezember geplant, wurde von Peking aber aus Ärger über ein Treffen des damaligen EU-Ratspräsidenten und französischen Staatschefs Nicolas Sarkozy mit dem Dalai Lama abgesagt. Die chinesische Regierung wirft dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter vor, er strebe die Unabhängigkeit Tibets von China an.


In Prag traf Wen nun zu einem rund zweieinhalbstündigen Gespräch mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana und dem tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus zusammen, dessen Land gegenwärtig die rotierende EU-Ratspräsidentschaft innehat. Bei seiner Ankunft auf der Prager Burg wurde Wen von rund 100 Chinesen bejubelt, die Banner mit der Aufschrift: «Wir lieben Sie, das chinesische Volk liebt sie», schwenkten.


Neben der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise diskutierten die EU-Führungsspitze auch über den jüngsten Konflikt in Sri Lanka und die Lage in Birma, wie die tschechische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Die EU wünscht, dass China seinen Einfluss auf die birmanische Militärjunta geltend macht, damit diese den Prozess gegen die Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi einstellt.


In Prag wurde zudem ein weiteres Gipfeltreffen für das zweite Halbjahr in Peking vereinbart. Normalerweise finden EU-China-Gipfel einmal jährlich statt.  (© AP)



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