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01. Juli 2009

Saarländische SPD-Politiker distanzieren sich von Lafontaine



München - In einem Aufruf zur Landtagswahl im Saarland werden sich einem Bericht zufolge zahlreiche SPD-Weggefährten Oskar Lafontaines indirekt von dem früheren Ministerpräsidenten distanzieren. Zu den etwa 80 Unterzeichnern des Aufrufs, der kurz vor der Wahl am 30. August veröffentlicht werden soll, gehören laut «Süddeutscher Zeitung» sämtliche ehemaligen Landesminister unter Lafontaine, der von 1985 bis 1998 für die SPD regierte. Damit wolle die saarländische SPD dessen Strategie durchkreuzen, die einstigen Regierungserfolge für sich und die Linke zu vereinnahmen.

Organisiert hat den Aufruf dem Bericht zufolge der ehemalige Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt, während Lafontaines Regierungszeit Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und später kurz sein Nachfolger als Ministerpräsident. Lafontaine werde in dem Aufruf nicht erwähnt, stattdessen sprechen die Unterzeichner dem SPD-Spitzenkandidaten Heiko Maas ihr Vertrauen aus. «Diejenigen, die damals wirklich für die SPD in der Verantwortung standen, stützen Heiko Maas», sagte Klimmt demnach. «Wenn Lafontaine 'Wir' sagt, ist das also nichts anderes als der Pluralis Majestatis.» Unter den Unterzeichnern sind demnach auch solche ehemaligen Politiker, die Lafontaine noch heute freundschaftlich verbunden sind.

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