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01. Juli 2009

Explosion von Kesselwagen löst Inferno aus



Viareggio - Elia Quiroz wollte gerade ins Bett gehen, als er den Zug hörte. Der Küchentisch zitterte. Dann überschlugen sich die Ereignisse. «Ich hörte eine Explosion und lief ins Freie», berichtete der 32-jährige Bewohner der toskanischen Kleinstadt Viareggio. «Ich sah, wie Flammen, 30, 40 Meter in die Luft schossen, und ich rannte davon.»

Die Explosion eines mit Flüssiggas gefüllten Kesselwagens überraschte die meisten Anwohner der Bahnstrecke im Schlaf. Auch am Abend danach konnte noch keine endgültige Bilanz der Katastrophe gezogen werden. Mindestens 13 Menschen kamen nach Angaben der Zivilschutzbehörde ums Leben, und vier wurden noch vermisst. Ein Sprecher der Klinik von Viareggio, Stefano Pasquinucci, sagte, dass 16 Menschen getötet worden seien. Etwa 35 der 50 Verletzten erlitten schwere Brandwunden.

Während die Rettungskräfte in den Trümmern noch nach Überlebenden suchten, wurde heftige Kritik am Eisenbahnsystem in Italien laut. Gewerkschaften und Verbraucherschützer erklärten, die Infrastruktur sei hoffnungslos veraltet. Auch sei es völlig verantwortungslos, explosive Fracht durch Wohngebiete zu transportieren. «Wie ist es möglich, dass eine solch gefährliche Fracht einen so wichtigen Bahnhof eine Siedlung passiert?» hieß es in einer Erklärung der ADUC-Verbraucherschützer.

Der Güterzug mit 14 Waggons war in der Nacht zum Dienstag von La Spezia nach Pisa unterwegs. Als der Zug den Bahnhof Viareggio passiert hatte, trat in einem Kesselwagen offenbar ein Riss auf. Ein kleiner Funke genügte, und die gewaltige Explosion setzte die ganze Umgebung in Flammen. Fünf Häuser stürzten ein, weitere wurden erheblich beschädigt.  weiterlesen >>


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