Schwaches Verbrauchervertrauen belastet Wall Street
New York - Enttäuschende Daten zum Verbrauchervertrauen in den USA haben die Aktienkurse an Wall Street am Dienstag schwächer schließen lassen. Die Daten weckten Befürchtungen, dass die Rezession länger dauern wird als bislang erwartet. Im späten Handel verringerte der Markt allerdings seine Verluste. Händler erklärten dies mit "Window-Dressing"-Käufen, mit denen Fondsmanager zum Quartalsende ihre Portfolios verbessern.
Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) fiel um 1,0% bzw 82 Punkte auf 8.447. Der S&P-500 verlor 0,9% bzw acht Punkte auf 919. Der Nasdaq Composite büßte 0,5% bzw neun Punkte auf 1.835 ein. Umgesetzt wurden 1,33 (Montag: 1,07) Mrd Aktien. Dabei standen 1.280 Kursgewinnern 1.688 -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 134 Titel.
Der Index des Verbrauchervertrauens war im Juni auf einen Stand von 49,3 gefallen, während Volkswirte mit einem Anstieg auf 59,0 gerechnet hatten. Das schwache Verbrauchervertrauen drängte andere Daten in den Hintergrund. Sowohl der Case-Shiller-Index für die Häuserpreise als auch der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago waren besser ausgefallen als erwartet, spielten aber am Markt kaum eine Rolle.
Kursverluste verzeichneten vor allem sogenannte Konjunkturzykliker wie Caterpillar, die um 4,95 auf 33,04 USD nachgaben. Walt Disney fielen um 1,4% auf 23,33 USD. Verizon sanken um 2,0% auf 30,73 USD, obwohl die Deutsche Bank sich positiv zu den Ertragsaussichten des Joint Ventures Verizon Wireless geäußert hatte, an dem Verizon beteiligt ist. Johnson & Johnson gingen um 0,3% niedriger beim Kurs von 56,80 USD aus dem Handel. Ein Gericht hat Abbott Laboratories in einem Patentstreit zur Zahlung von 1,67 Mrd USD an Johnson & Johnsonverurteilt. Abbott will das Urteil anfechten. Die Abbott-Aktie fiel um 1,6% auf 47,04 USD. weiterlesen >>