Familienvater soll Frau und zwei Kinder mit Axt und Messer getötet haben
Saarbrücken - Ein saarländischer Familienvater, der Frau und Kinder mit einer Axt und einem Fleischermesser abgeschlachtet haben soll, muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft in Saarbrücken erhob gegen den 48-Jährigen aus Saarlouis Anklage wegen dreifachen Mordes, wie sie am Dienstag mitteilte. Zu der Bluttat kam es im Januar offenbar aus Eifersucht, weil die Ehefrau des Mannes sich von diesem trennen wollte.
Am 24. Januar hatten eine Freundin der Frau und ein Bekannter der Familie die Leichen der 40-Jährigen, des sechs Jahre alten gemeinsamen Sohnes des Ehepaares sowie der 20-jährigen Tochter der Frau im Haus der Familie entdeckt. Nach den Ermittlungen hatte der Kraftfahrer am frühen Morgen zunächst im Erdgeschoss seine Frau mit Axthieben und zahlreiche Messerstichen getötet und anschließend im Obergeschoss den Sohn und die Stieftochter erstochen.
Ein dreijähriger Sohn des Paares wurde schlafend und unverletzt in seinem Kinderzimmer gefunden. Der Mann lag volltrunken neben der toten Frau im Wohnzimmer auf der Couch, er war so stark betrunken, dass er auch einen Tag später noch nicht vernehmungsfähig war und ihm zwei Tage nach der Tat aus gesundheitlichen Gründen noch nicht der Haftbefehl verkündet werden konnte.
Laut Staatsanwaltschaft konnte der 48-Jährige offenbar die bevorstehende Trennung von seiner Ehefrau nicht verwinden. Er habe aus Eifersucht und damit aus niedrigen Beweggründen gehandelt. Außerdem wird ihm nach dem Ergebnis der Ermittlungen auch Heimtücke vorgeworfen, weil er seine Opfer jeweils im Schlaf überraschte. Daher geht die Staatsanwaltschaft in allen drei Fällen von Mord aus und sieht auch keine Schuldunfähigkeit oder verminderte Schuldfähigkeit. weiterlesen >>