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30. Juni 2009

"Eau de Cologne"-Hersteller Farina feiert 300-jähriges Jubiläum



Produziert wird inzwischen allerdings nicht mehr an der Adresse im alten Farina-Haus, sondern am Kölner Stadtrand. «Aber nach wie vor auf Kölner Grund», betont der heutige Geschäftsführer Johann Maria Farina bei der Vorstellung des Buches «Eau de Cologne - 300 Jahre Farina». Bis heute habe man Eau de Cologne nicht mit einem anderen Erfolgsprodukt überboten. «Und es sieht auch nicht so aus, als ob das passiert.» Wieviel von dem berühmten Wässerchen er heute produziert und verkauft, verrät der Unternehmer allerdings nicht.

Der große Erfolg des wohlriechenden Wässerchens rief auch zahlreiche Nachahmer auf den Plan. Bereits zum Ende des 18. Jahrhunderts tauchten die ersten Händler auf, die ihre Produkte Eau de Cologne nannten. «Der Duft wurde dagegen nie kopiert», sagt Geschäftsführer Farina. «Wenn man es riecht, weiß man, ob es das Original ist.» Die Verwendung des Begriffs Eau de Cologne sei jedoch nicht verboten gewesen. «Aber den Namen Farina konnten wir schützen.»

Seither hat das Unternehmen nach Angaben des Geschäftsführers rund 2.000 Prozesse gegen andere Firmen geführt. Zu ihnen zählt Farina auch einen anderen Kölner Händler, der sein mindestens ebenso berühmtes Produkt schließlich unter dem Namen 4711 vertrieb. Inzwischen sind die Rechte an der Marke längst an ein anderes Unternehmen verkauft. Die 1924 eingeführte rote Tulpe auf dem Flakon aber kennzeichnet bis heute nur das Farina-Original, das in diesem Jahr mit zahlreichen Aktionen gefeiert wird.


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