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30. Juni 2009
Der "Pflege-TÜV" ist da
Die Medizinischen Dienste der Krankenkassen müssen nach diesen Angaben bis Ende 2010 die rund 11.000 Pflegeheime und die rund 11.500 ambulanten Pflegedienste einmal überprüft haben. Dazu ist die Zahl der Prüfer bei allen Medizinischen Diensten von 178 Ende 2007 auf 352 zum 1. Juni 2009 nahezu verdoppelt worden, wie Pick weiter erklärte. Ab dem Jahr 2011 sollen die Häuser und ambulanten Dienste dann jedes Jahr einmal überprüft werden. Die Kosten pro Einrichtung und Prüfung liegen laut GKV bei rund 4.500 Euro.
Neben der Gesamtnote, die einen Vergleich des jeweiligen Hauses oder Dienstes auf Landesebene erlauben soll, werden die jeweiligen Teilnoten veröffentlicht. Bei den Heimen decken sie die Bereiche «Pflege und medizinische Versorgung», «Umgang mit demenzkranken Bewohnern», «soziale Betreuung und Alltagsgestaltung» sowie «Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene» ab, bei den Diensten die Bereiche «pflegerische Leistung», «ärztlich verordnete pflegerische Leistung» und «Dienstleistung und Organisation».
Eine zusätzliche Note, die allerdings nicht in die Gesamtnote eingeht, beruht auf der Bewohner- beziehungsweise Kundenbefragung.
Experten kritisierten allerdings an dem neuen Prüfverfahren, dass es die von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Personalausstattung der Pflegeheime nicht berücksichtige und insofern nicht vergleichbar sei. «Es gibt keinen einheitlichen Maßstab. Das heißt, dass die Benotung auf unterschiedlichen Grundlagen basiert», monierte der Geschäftsführer der Pflegeheim-Betreibergesellschaft Mission Leben, Frank Kadereit-Hiesserich.

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