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30. Juni 2009
Der "Pflege-TÜV" ist da
Neu-Isenburg - Die rund 22.500 Pflegeheime und ambulanten Pflegedienste in Deutschland müssen ab Mittwoch mit unangekündigten Besuchen von Prüfern des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen rechnen. Erstmals werden dann nach einem bundeseinheitlichen Schema Noten von eins bis fünf für die Pflege vergeben. Der Vorstand des GKV-Spitzenverbandes der Pflegekassen, K.-Dieter Voß, sprach am Dienstag in Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main von einem «Riesenschritt in Richtung mehr Transparenz».
Die umfassenden Prüfungen und die anschließende Einstufung analog von Schulnoten oder den von Stiftung Warentest verwendeten Noten schafften zum ersten Mal vergleichbare Ergebnisse aller Pflegeeinrichtungen in Deutschland, betonte Voß. Insgesamt 82 Einzelbewertungen, vier Bereichsnoten und eine Gesamtnote, die alle veröffentlicht werden, sollen bei Heimen dafür sorgen, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen eine verständliche und unabhängige Hilfestellung bei der Auswahl haben. Für die ambulanten Dienste gibt es insgesamt 49 Einzelbewertungen, eine Gesamtnote und drei Bereichsnoten.
Bis Ende 2010 sollen alle Häuser und Dienste in Deutschland einmal geprüft sein. Schritt für Schritt werden bis dahin die Pflegenoten vergeben. «So viel Transparenz wie jetzt entsteht, gab es in diesem Bereich noch nie. Und die Transparenz wird zu wettbewerblichen Anstrengungen der Pflegeeinrichtungen führen», kommentierte Voß.
«Bundesweit werden Pflegebedürftige und Angehörige davon profitieren, dass jetzt jedes Heim geprüft wird», sagte der Geschäftsführer Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS), Peter Pick. Er erwarte einen «positiven Schub für die Pflegequalität». weiterlesen >>

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