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30. Juni 2009

Insulin Lantus nicht eigenmächtig absetzen



Berlin - Diabetes-Patienten sollten das umstrittene Analoginsulin Lantus keinesfalls eigenmächtig absetzen oder die Dosis verringern. Darauf wies die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) am Dienstag hin. Zwar stehe das Mittel in Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen, und viele Patienten seien verunsichert. Doch müssten sie vor einer Therapieänderung unbedingt ihren Arzt konsultieren. «Es besteht aus Sicht der AMK gegenwärtig kein unmittelbarer Anlass, eine Therapie zu ändern», hieß es weiter.

Aktuelle Studien deuten den Angaben zufolge darauf hin, dass es einen Zusammenhang zwischen der Gabe von Lantus (Insulin glargin) und Krebs geben könnte. Bislang könne das Risiko aber nicht abschließend beurteilt werden.

«Der Spiegel» hatte am Wochenende von der möglichen Krebsgefahr durch das Mittel berichtet. Es handelt sich um ein sogenanntes Insulinanalogon, ein künstlich hergestelltes Insulinpräparat. Analoga werden sehr häufig verschrieben, weil sich Diabetes-Patienten davon eine bessere Lebensqualität versprechen. Gesetzliche Kassen bezahlen sie aber nur noch dann, wenn sie nicht teurer sind als Humaninsuline.


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