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30. Juni 2009

Sächsischer Wirtschaftsminister sieht mit Kredit gute Chance für Quelle



Dresden - Der sächsische Wirtschaftsminister Thomas Jurk sieht nach der Einigung auf einen staatlichen Kredit für das insolvente Versandhaus Quelle gute Chancen für eine dauerhafte Rettung. Allerdings werde dies nicht automatisch gelingen, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Dresden. Zunächst sei Zeit gewonnen worden, damit der Insolvenzverwalter einen Investor finden könne. Viel werde in den nächsten Wochen und Monaten auch davon abhängen, ob es gelinge, die Kundentreue zu erhalten.

Jurk betonte, das Kabinett in Dresden habe sich ausdrücklich zu der gefundenen Lösung bekannt. Er freue sich auch über den Sinneswandel von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, fügte Jurk hinzu. «Offenkundig hat sich der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer im innerbayerischen Dialog durchgesetzt.» Den Massekredit von insgesamt 50 Millionen Euro tragen Bund und die Länder Bayern und Sachsen jeweils zur Hälfte.

Sachsen steuert zum Länderanteil rund 4,5 Millionen Euro bei. Jurk sagte, dies entspreche dem Anteil der Beschäftigten. In Sachsen sind im Logistikzentrum von Quelle rund 1.250 Mitarbeiter beschäftigt, in einem Quelle-Callcenter in Görlitz gibt es weitere 250 Stellen.


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