Bischöfin Käßmann prangert Kinderarmut an

veröffentlicht am 30.06.2009


Die evangelische Bischöfin Margot Käßmann hat sich im Kampf gegen Kinderarmut in luftige Höhe begeben. Von der Plattform eines Hubwagens zehn Meter emporgehoben, enthüllte die Landesbischöfin von Hannover am Dienstag an der Marktkirche der Stadt ein Großplakat, das für die kirchliche Anti-Armutsinitiative «Zukunft(s)gestalten» wirbt. Das Plakat zeigt zu dem Slogan «Endlich Badetag!» ein in eine Pfütze springendes Mädchen.

 

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Hannoverer - Die evangelische Bischöfin Margot Käßmann hat sich im Kampf gegen Kinderarmut in luftige Höhe begeben. Von der Plattform eines Hubwagens zehn Meter emporgehoben, enthüllte die Landesbischöfin von Hannover am Dienstag an der Marktkirche der Stadt ein Großplakat, das für die kirchliche Anti-Armutsinitiative «Zukunft(s)gestalten» wirbt. Das Plakat zeigt zu dem Slogan «Endlich Badetag!» ein in eine Pfütze springendes Mädchen. Das soll Käßmann zufolge verdeutlichen, dass Kinder in Armut sich häufig nicht einmal einen Schwimmbadbesuch leisten können.


Viele Kinder, die auf teure Klamotten oder Handys verzichten müssten, litten in der Schule unter Hänseleien, sagte die Bischöfin. Die Schulferien müssten Kinder aus armen Familien oft zu Hause verbringen. «Kinderarmut ist bitter», betonte Käßmann. Arme Kinder würden von Altersgenossen häufig ausgegrenzt.


Im Rahmen ihrer Initiative «Zukunft(s)gestalten» hat die hannoversche Landeskirche eine Million Euro für Projekte von Kirchengemeinden gegen Kinderarmut zur Verfügung gestellt. Seit Jahresanfang hat die Initiative zudem 107.000 Euro an Spenden gesammelt. Über 170 Dauerspender haben feste Patenschaften für Kinder in Armut übernommen und überweisen monatlich mindestens 30 Euro.  (© AP)



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