Zahl der Kinder und Jugendlichen in Heimen steigt

veröffentlicht am 30.06.2009


Immer mehr Kinder und Jugendliche wachsen im Heim auf. Im Jahr 2007 wurden 28.700 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in einem Heim oder in einer betreuten Wohnform untergebracht, das ist ein Anstieg um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Mit 43 Prozent der häufigste Grund für die Unterbringung im Heim war den Angaben zufolge, dass den Eltern die Erziehung ihrer Kinder nicht zugetraut wurde.

 

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Wiesbaden - Immer mehr Kinder und Jugendliche wachsen im Heim auf. Im Jahr 2007 wurden 28.700 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in einem Heim oder in einer betreuten Wohnform untergebracht, das ist ein Anstieg um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Mit 43 Prozent der häufigste Grund für die Unterbringung im Heim war den Angaben zufolge, dass den Eltern die Erziehung ihrer Kinder nicht zugetraut wurde.


Auch Auffälligkeiten im sozialen Verhalten (35 Prozent) und schulische beziehungsweise berufliche Probleme der jungen Menschen (24 Prozent) wurden häufig als Grund angegeben, wie das Bundesamt mitteilte. Mit jeweils 22 Prozent schlugen Gefährdungen des Kindeswohls oder unzureichende Förderung und Betreuung zu Buche.


53 Prozent der Betroffenen waren männlich; Auffälligkeiten im sozialen Verhalten lagen bei ihnen mit 40 Prozent häufiger vor als bei Mädchen und jungen Frauen (30 Prozent). Das Gleiche gilt für schulische Probleme, die bei 27 Prozent der Jungen und 19 Prozent der Mädchen registriert wurden. Dagegen lagen bei Mädchen und jungen Frauen Belastungen durch familiäre Konflikte (28 Prozent) und Gefährdung des Kindeswohls (25 Prozent) jeweils um sechs Prozentpunkte häufiger vor.  (© AP)


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