Berlin - Fast 70 Prozent der Deutschen sind online. Damit ist der Anteil der Internetnutzer um vier Prozentpunkte gestiegen. Das ergab die diesjährige Studie des «(N)Onliner Atlas» von TNS Infratest, die am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde. Im Bundesländer-Ranking haben die Stadtstaaten die Nase vorn. Bremen liegt mit 74,2 Prozent Internetnutzern vor Berlin (73,3 Prozent) auf Platz eins.
Mit über 30.000 Interviews dokumentiert der Atlas Strukturen der Nutzung und Nichtnutzung nach Kriterien wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand oder Beschäftigung und veröffentlicht regionale Vergleiche nach Bundesländern, Regierungsbezirken und Ortsgrößenklassen.
Die Hansestadt hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit 8,1 Prozentpunkten am deutlichsten von allen Bundesländern gesteigert. Auf Platz drei liegt Baden-Württemberg mit 72,6 Prozent; der Stadtstaat Hamburg erreicht Platz vier mit 72,3 Prozent. Im Vorjahr noch letzter im Ranking, weist das Saarland mit 6,2 Prozentpunkten die zweithöchste Steigerung aller Bundesländer auf. Mit 63 Prozent Internetnutzern hat damit das Saarland in diesem Jahr Thüringen (62,6), Mecklenburg-Vorpommern (61,9) und Sachsen-Anhalt (60,7) überholt. Nach wie vor gibt es ein Stadt-Land-Gefälle: In Ballungsräumen mit 500.000 Einwohnern und mehr sind bereits 72,4 Prozent der Bevölkerung online, in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern lediglich 63,9 Prozent.
Die Zahlen der Onliner in den verschiedenen Altersgruppen zeigen wie in den Vorjahren auch 2009 einen Aufwärtstrend. Bei den unter 50-Jährigen liegt der Anteil der Internetnutzer inzwischen durchweg über 80 Prozent. Den größten Zuwachs kann in diesem Jahr die Gruppe der 60- bis 69-Jährigen verbuchen. Dort stieg der Anteil der Internetnutzer besonders kräftig um 6,9 Punkte von 41,6 auf 48,5 Prozent an. Die Generation 70plus wird jedoch nach wie vor nicht erreicht. Hier ist nicht einmal jeder Fünfte online. weiterlesen >>