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30. Juni 2009
Hunderte neue Arzneien bis 2013
Im Kampf gegen die gefürchteten multiresistenten Keime sieht sich die Pharmaindustrie auf gutem Weg. Bis 2013 könnten nach Angaben des VfA drei neue Antibiotika verfügbar sein, die gegen MRSA-Keime schützen. Daneben arbeitet ein Unternehmen an einem Impfstoff dagegen. Erstmals könnte auch eine Schutzimpfung gegen eine von Meningokokken B ausgelöste Hirnhautentzündung auf den Markt kommen. Gleich drei VfA-Mitgliedsfirmen arbeiten an Schweinegrippe-Impfstoffen, die noch dieses Jahr fertig werden dürften.
Auch für Multiple-Sklerose-Patienten deuten sich Fortschritte an, wie Plischke weiter sagte. Zwar gibt es heute bereits Medikamente, die die Häufigkeit von MS-Schüben vermindern. Allerdings müssen die Mittel gespritzt werden. «Bis 2013 könnten nun gleich fünf Präparate herauskommen, die sich einfach als Tabletten oder Kapseln einnehmen lassen», berichtete der Verbandsmanager.
Eine neue Generation von Alzheimer-Präparaten soll gezielter als bisher an den Prozessen im Gehirn ansetzen, um den geistigen Verfall zu verlangsamen. Außerdem könnte bis 2013 ein Mittel zur Diagnose von Alzheimer die Zulassung schaffen, wie Plischke sagte. Immerhin 43 weitere Projekte widmen sich weniger häufigen Erkrankungen. Nur bei insgesamt drei Prozent der Vorhaben geht es um leichtere Erkrankungen wie Inkontinenz, Wechseljahrs- oder Sexualstörungen.
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung hatte sich letzte Woche besorgt geäußert, dass mit neuen, möglicherweise hochwirksamen Medikamenten eine Kostenlawine auf die Krankenkassen zurollen könnte. Bisher werden die neuen Arzneien unmittelbar nach der pharmakologischen Zulassung auch automatisch von den Krankenkassen bezahlt. Die Kassen wollen dies ändern und eine sogenannte vierte Hürde aufbauen: Auch bei neuen Toparzneien soll ein Höchstpreis festgelegt werden. weiterlesen >>

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