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30. Juni 2009
Arbeitsmigration bricht erstmals seit 80er Jahren ein
Paris - Als Folge der Krise suchen erstmals seit den 80er Jahren deutlich weniger Ausländer Arbeit in den entwickelten Industriestaaten. In Irland, Spanien und Großbritannien sei dies schon deutlich zu spüren, heißt es in dem am Dienstag in Paris vorgestellten Migrationsbericht der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Unter den Auswirkungen der Krise hätten Immigranten und ihre Familien besonders stark zu leiden. Einen Anwerbestopp hält die OECD in der derzeitigen Lage aber für gefährlich, insbesondere für Deutschland. Wegen der schrumpfenden Bevölkerungszahl in der Bundesrepublik müsse die Krise statt dessen genutzt werden, um die Weichen für eine liberale Einwanderungspolitik zu stellen, fordert die Organisation.
In Großbritannien und Irland ist die Zuwanderung aus den osteuropäischen EU-Neumitgliedern seit Beginn der Rezession um mehr als die Hälfte eingebrochen, heißt es im OECD-Bericht. In Australien ging die Zahl der qualifizierten Migranten um ein Viertel zurück. In den USA wurde zum ersten Mal seit langer Zeit das Kontingent der Arbeitsvisa nicht ausgeschöpft.
Wie überdurchschnittlich hart Ausländer von der Krise betroffen sind, zeigt sich in Spanien, dem Land mit der massivsten Einwanderungswelle in Europa in den vergangenen Jahren: 27,1 Prozent der Zuwanderer waren dort im ersten Quartal arbeitslos. In der einheimischen Bevölkerung lag die Quote bei 15,2 Prozent. Grund sei, dass ausländische Arbeitskräfte überwiegend in besonders konjunkturanfälligen Branchen wie Bau und Gastgewerbe beschäftigt seinen, mit oft unsicheren Anstellungsverhältnissen. weiterlesen >>

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