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30. Juni 2009

Erste Leichen geborgen - 66 Franzosen unter mutmaßlichen Opfern



Sanaa - Zweite Airbus-Katastrophe binnen eines Monats: Vor der Küste der Komoren ist am frühen Dienstagmorgen ein jemenitisches Passagierflugzeug mit 153 Menschen an Bord ins Meer gestürzt, darunter 66 Franzosen. Drei Leichen seien geborgen worden, teilte eine Sprecherin der komorischen Polizei mit.

Der Airbus A310-300 war von der jemenitischen Hauptstadt Sanaa Richtung Moroni auf der Hauptinsel Grande Comore unterwegs. Er stürzte bei böigem Wind in den indischen Ozean. Rund 110 Kilometer vor der Küste der Insel Grande Comore wurden ein Treibstoffteppich und Trümmer auf dem Wasser entdeckt.

Die meisten Passagiere waren komorischer Abstammung und wollten aus Paris und Marseille über den Jemen zum Urlaub in die Heimat. 66 Passagiere seien französischer Nationalität, sagte Außenminister Bernard Kouchner. Der Funkkontakt mit der Maschine sei fünf Minuten vor der geplanten Landung abgebrochen, sagte der Direktor des Flughafens von Moroni, Hadji Mohamed Ali, dem Sender France Info. Die elfköpfige Besatzung der Fluggesellschaft Yemenia Air war jemenitisch, sagte Mohammed Abdul Kader, Vizechef der jemenitischen Flugaufsichtsbehörde.

Die Komoren liegen rund 2.900 Kilometer südlich des Jemens im Indischen Ozean zwischen der Südostküste Afrikas und Madagaskar. Airbus nannte als Unglückszeitpunkt 01.50 Uhr (Ortszeit). Bei der Maschine habe es sich um einen A310-300 gehandelt, der seit 1990 in Dienst stand und seit 1999 von Yemenia Air betrieben wurde. Die Maschine habe 51.900 Flugstunden absolviert. Einzelheiten zur möglichen Absturzursache gab es zunächst nicht.  weiterlesen >>


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