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Familie Jackson erhält Kontrolle über Teil des Vermögens

veröffentlicht am 30.06.2009


Die Familie des verstorbenen Popsängers Michael Jackson hat nur vier Tage nach dessen Tod bereits die Kontrolle über Teile seines Vermögens und das vorübergehende Sorgerecht für alle drei Kinder erhalten. Ein Richter gewährte Jacksons Mutter am Montag begrenzte Kontrolle über Gegenstände aus dem Besitz ihres Sohnes. Sie wurden nicht einzeln genannt, offenbar ging es aber um Erinnerungsstücke, Kostüme, Aufnahmen und Trophäen aus Jacksons Anwesen «Neverland».

 

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Los Angeles - Die Familie des verstorbenen Popsängers Michael Jackson hat nur vier Tage nach dessen Tod bereits die Kontrolle über Teile seines Vermögens und das vorübergehende Sorgerecht für alle drei Kinder erhalten. Ein Richter gewährte Jacksons Mutter am Montag begrenzte Kontrolle über Gegenstände aus dem Besitz ihres Sohnes. Sie wurden nicht einzeln genannt, offenbar ging es aber um Erinnerungsstücke, Kostüme, Aufnahmen und Trophäen aus Jacksons Anwesen «Neverland».


Der 79-jährige Vater Joe Jackson kündigte die Gründung eines neuen Plattenlabels an, was Spekulationen um Dutzende unveröffentlichte Songs des «King of Pop» neuen Auftrieb gab. Nach Angaben der Familie soll es kein gültiges Testament Jacksons geben. Richter Mitchell Beckloff gewährte der Familie jedoch zunächst keine Kontrolle über Jacksons Finanzanlagen. Darunter befindet sich die auf zwei Milliarden Dollar geschätzte 50-Prozent-Beteiligung am Musikkatalog Sony/ATV, der beispielsweise die Musik der Beatles, von Neil Diamond oder Bob Dylan einschließt.


Die drei Kinder Jacksons - Michael Joseph Jr. (12), Paris Michael Katherine (11) und Prince Michael II. (7) - werden nach Mitchells Beschluss zunächst unter die Obhut ihrer Oma gestellt. «Das ist es, wo sie hingehören», sagte Joe Jackson vor Journalisten. «Wir werden uns um sie kümmern.» Familienanwalt Londell McMillan fügte hinzu, von der leiblichen Mutter der ersten beiden Kinder, Deborah Rowe, habe die Familie bisher nichts gehört. Der jüngste Sohn wurde von einer Leihmutter geboren.


Gerichtsmediziner des Bezirks Los Angeles holten unterdessen Medikamente aus dem Haus des verstorbenen Popstars. Ed Winter und andere Ermittler, die die genaue Todesursache klären wollen, kamen mit zwei großen roten Plastiktüten aus dem gemieteten Anwesen. Winter erklärte, sie hätten die Medikamente aufgrund von Informationen eingesammelt, die die Polizei und die Gerichtsmedizin in den vergangenen Tagen gewonnen hätten. Weitere Angaben dazu, welche Medikamente eingesammelt wurden, wollte Winter nicht machen. Die Ermittlungen würden wohl noch vier bis fünf Wochen dauern.


Familienanwalt McMillan sagte im NBC-Fernsehen, die Jacksons seien natürlich beunruhigt über Michaels Todesumstände. Der Sänger und Tänzer sei schließlich fit genug gewesen, für seine bevorstehenden Konzerte zu proben. Auf die Frage, ob die Familie von einem Verbrechen ausgehe, sagte er, diese Formulierung ginge zu weit. Der Anwalt von Jacksons Arzt Conrad Murray hatte zuvor Vorwürfe zurückgewiesen, dem 50-Jährigen seien zu viele Schmerzmittel gegeben worden.


Zwei Wochen vor seinem Tod hat Jackson nach Informationen der Nachrichtenagentur AP noch ein neues Video vollendet. An dem «Dome Projekt» wurde fünf Wochen lang in den Culver Studios gearbeitet, wie zwei mit dem Projekt vertraute Personen der AP sagten. Das Video sei nun in der Nachbearbeitung und werde vermutlich am 15. Juli fertiggestellt sein.


Eine Regelung über die Beisetzung des «King of Pop» stand offenbar noch aus. Sein Vater Joe erklärte, die Familie wolle zuerst noch die Ergebnisse der zweiten Autopsie abwarten. Er erwarte in Kürze Resultate. Die Familie des Popstars hatte wegen Zweifeln zur Rolle des Leibarztes von Jackson eine zweite Autopsie beantragt. Zugleich wies Joe Jackson Berichte zurück, sein Sohn werde auf der Neverland-Ranch beigesetzt.


Mehr als 750.000 Jackson-Fans, die sich Karten für eines der geplanten 50 Konzerte in London gekauft hatten, können inzwischen aufatmen. Allen Käufern werde die Möglichkeit einer vollen Rückerstattung oder die Ausstellung eines Souvenirtickets eingeräumt, erklärte der Veranstalter AEG. Damit wollte das Unternehmen offenbar die Verluste aus der Absage der Konzerte begrenzen. Die Tickets hatten zwischen 82 und 124 Dollar gekostet - und auf dem Schwarzmarkt ein Vielfaches davon.  (© AP)



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