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Guttenberg sieht Quelle noch nicht gerettet

veröffentlicht am 30.06.2009


Auch nach der Zusage eines 50-Millionen-Euro-Kredits an Quelle sieht Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg das Schicksal des Versandhausunternehmens auf Messers Schneide. «Quelle ist mitnichten, wie einige sagen, jetzt gerettet», sagte der CSU-Politiker am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin. «Quelle hat eine Chance bekommen, eine faire Chance, die bis 31.

 

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Berlin - Auch nach der Zusage eines 50-Millionen-Euro-Kredits an Quelle sieht Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg das Schicksal des Versandhausunternehmens auf Messers Schneide. «Quelle ist mitnichten, wie einige sagen, jetzt gerettet», sagte der CSU-Politiker am Dienstag im ZDF-Morgenmagazin. «Quelle hat eine Chance bekommen, eine faire Chance, die bis 31. 12. reicht. Aber ein solcher Kredit kann auch dazu dienen, dass eine geordnete Insolvenz inklusive Abwicklung stattfinden kann.»


Guttenberg verteidigte das lange Zögern der Bundesregierung, den Massekredit für Quelle zu genehmigen. Entscheidend sei, dass das Geld der Steuerzahler wieder zurückfließen könne. «Deshalb war ich so hartnäckig bis zum Schluss», sagte der CSU-Politiker. «Wir haben erst gestern die letzten Zusagen bekommen. Und manchen die sagen, es müsste schneller gehen, kann ich nur sagen: Man muss seine Hausaufgaben erst mal machen.»


Er demonstrierte auch ausdrücklich den Schulterschluss mit Finanzminister Peer Steinbrück (SPD), der aus Bayern heftig attackiert worden war. Guttenberg sprach von dem «sehr vernünftig mit mir vorgehenden Kollegen Steinbrück». Er kritisierte, dass einige den Kredit bereits vor zwei Wochen oder vergangene Woche hätten zusagen wollen. Gemeint war offenbar der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, der die Zusage seit vergangener Woche massiven Druck für die Bewilligung des Kredits aufgebaut hatte.


«Die Hartnäckigkeit werde ich mir weiterhin erlauben, unabhängig davon, ob es sich um ein fränkisches oder bayerisches Unternehmen handelt», sagte Guttenberg. «Das hat bei manchem Ärger ausgelöst, aber das ist mir, das muss mir im Sinne des Steuerzahlers egal sein.»  (© AP)



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