Die Sommersonne birgt auch Gefahren

veröffentlicht am 30.06.2009


Angesichts sommerlicher Temperaturen um 30 Grad weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf die Gefahren durch UV-Strahlung hin. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 140.000 Menschen neu an Hautkrebs, warnte das Amt am Montag.

 

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Salzgitter - Angesichts sommerlicher Temperaturen um 30 Grad weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf die Gefahren durch UV-Strahlung hin. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 140.000 Menschen neu an Hautkrebs, warnte das Amt am Montag.


Vor allem Sonnenbrände, die man sich vor dem 18. Lebensjahr zuzieht, sind ein entscheidender Faktor für das spätere Hautkrebsrisiko. «Haut, die sich noch im Wachstum befindet, ist für Schäden durch UV-Strahlung besonders anfällig», sagt BfS-Sprecher Florian Emrich. Kinder seien nicht nur empfindlicher, sondern hielten sich auch mehr als Erwachsene im Freien und damit in der Sonne auf. Hautärzten bereite zudem Sorgen, dass besonders unter Jugendlichen ist gebräunte Haut angesagt sei.


Wie lange man sich gefahrlos in der Sonne aufhalten kann, hängt von der Intensität der UV-Strahlung, vom Hauttyp und von der Art des Sonnenschutzes ab. Empfindliche Menschen des Hauttyp I können sich ungeschützt in der Mittagssonne schon nach fünf bis zehn Minuten einen Sonnebrand zuziehen. Dunkelhaarigen mit hellbrauner Haut des Typs IV droht dagegen frühestens nach 40 Minuten ein Sonnenbrand. Die Hauttypen II und III, die hell- beziehungsweise dunkelblonde Haare haben, können sich bis 20 und bis 30 Minuten ungeschützt in der Mittagssonne aufhalten.


Die Intensität der Sonnenstrahlen, die Menge an UV-Strahlen, die sie zur Erde bringen, ist je nach Wetter und Jahreszeit unterschiedlich. Der UV-Gehalt der Sonnenstrahlen wird durch dem international einheitlichen UV-Index (UVI) angegeben, dessen Skala von eins bis zwölf reicht. Den UV-Index für Deutschland veröffentlicht das BfS laufend im Internet. Am Montagnachmittag erreichte der UV-Index an der Nordseeküsten den Wert sechs und in München sieben.


Erwachsenen empfiehlt das BfS, beim Sonnenbad den Lichtschutzfaktor der Sonnencreme am UV-Index ausrichten. «Als Faustformel gilt: Der doppelte UVI-Wert ergibt den Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels, mit dem sich Erwachsene schützen sollten», sagt BfS-Sprecher Emrich.


«Kinder unter zwei Jahren sollten ohne Kleidung und Kopfbedeckung überhaupt nicht in die Sonne», warnt Emrich. Bei älteren Kindern komme es am Strand oder im Freibad auf die richtige Sonnencreme an. Sie bräuchten in jedem Fall ein höheren Lichtschutzfaktor als Erwachsene. Wichtig sei auch ein gründliches und nicht zu sparsames Eincremen. Nach jedem Baden sei zudem der Sonnenschutz zu erneuern.


Viele Urlauber, die sich vor einer Reise nach Süden im Solarium vorbräunen, wiegen sich in falscher Sicherheit. «Die UV- Strahlenzusammensetzung unter der Sonnenbank ist eine andere als die der Sonne», warnt der BfS-Sprecher.


Generell sollte man bei hoher UV-Strahlung die Mittagsstunden besser im Schatten verbringen. Im Schatten wird die Haut ohnehin sanfter gebräunt. Insgesamt sind laut BfS mehr als 50 Sonnenbäder im Jahr nicht zu empfehlen.  (© AP)



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