Rechtsextreme FN triumphiert bei Kommunalwahl in Nordfrankreich
veröffentlicht am 29.06.2009

Die rechtsextreme Nationale Front (FN) von Jean-Marie Le Pen könnte bald die nordfranzösische Stadt Hénin-Beaumont regieren. In der ersten Runde der Kommunalwahl erreichte die FN am Sonntag rund 40 Prozent der Stimmen, doppelt so viele wie die Kandidaten der linken Listen. Sollte sich die fremdenfeindliche Partei in der zweiten Runde durchsetzen, wird Le Pens Tochter Marine Vizebürgermeisterin der Stadt.
Paris - Die rechtsextreme Nationale Front (FN) von Jean-Marie Le Pen könnte bald die nordfranzösische Stadt Hénin-Beaumont regieren. In der ersten Runde der Kommunalwahl erreichte die FN am Sonntag rund 40 Prozent der Stimmen, doppelt so viele wie die Kandidaten der linken Listen. Sollte sich die fremdenfeindliche Partei in der zweiten Runde durchsetzen, wird Le Pens Tochter Marine Vizebürgermeisterin der Stadt.
Die Neuwahl wurde angesetzt, weil der bisherige sozialistische Bürgermeister Gérard Dalongeville wegen Verdachts auf Veruntreuung öffentlicher Gelder angeklagt ist.
Die konservativen Regierungspartei UMP von Staatspräsident Nicolas Sarkozy kam in Runde eins nur auf 4,34 Prozent und kann damit am kommenden Sonntag nicht mehr antreten. Auch die Grünen, die bei der Europawahl vor drei Wochen in Frankreich überraschend triumphieren konnten, blieben unter der für die Kommunalwahl geltende Zehn-Prozent-Hürde. (© AP)




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