Trauerfeier mit Verteidigungsminister Jung am Donnerstag
Berlin - Die Bundeswehr hat die Leichen der drei in Afghanistan ums Leben gekommenen Soldaten nach Leipzig übergeführt. Am Donnerstag findet in Bad Salzungen in Thüringen eine zentrale Trauerfeier statt, an der auch Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung und der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, teilnehmen, wie die Bundeswehr mitteilte.
Die Soldaten waren am 23. Juni in der Nähe ihres Stützpunktes in Kundus ums Leben gekommen. Mit vier anderen Soldaten waren sie in einem Transportpanzer Fuchs unterwegs, als sie von Aufständischen angegriffen wurden. Der Panzer kippte in ein Gewässer. Der Zwischenfall habe bei drei Soldaten zu «akuten Belastungsstörungen» geführt, teilte die Bundeswehr weiter mit.
Die Soldaten des Regionalen Wiederaufbauteams in Kundus verabschiedeten sich am Samstag in einer Trauerfeier von ihren toten Kameraden.
Trotz der Ereignisse wies Jung am Wochenende erneut die Darstellung zurück, die Bundeswehr befinde sich in Afghanistan im Krieg. Der Zeitschrift «Super Illu» sagte er: «Die Diskussion um diesen Begriff führt uns in die Irre. Sie verstellt den Blick auf das Wesentliche.» Es gehe darum, zivilen Aufbau und militärische Sicherheit parallel zu betreiben. «Das große Ziel unseres Stabilisierungseinsatzes ist, die Afghanen in die Lage zu versetzen, selbst für ihre Sicherheit sorgen zu können.» Bei den 840 Projekten im Norden Afghanistans in der Verantwortung der Bundeswehr sähen die Menschen, dass es aufwärtsgehe. Für das ganze Land bestehe jetzt die Chance auf Wohlstand in Frieden. weiterlesen >>