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28. Juni 2009

(Update) - Bahngewerkschaften pochen auf vereinbarte Lohnerhöhung



Stuttgart - Die Bahngewerkschaften Transnet und GDBA haben die Forderung nach einer Verschiebung der bereits vereinbarten Lohnerhöhung um zwei Prozent zum 1. Januar 2010 zurückgewiesen. Transnet-Chef Alexander Kirchner sagte der «Stuttgarter Zeitung»: «Die Mitarbeiter haben seit 2005 als Beitrag zur Umstrukturierung des Konzerns und zur Beschäftigungssicherung auf insgesamt 5,5 Prozent Lohnzuschlag verzichtet, auch in Zeiten guter Geschäfte. Würde die nächste Einkommensrunde verschoben, wäre das eine doppelte Belastung.»

Die Bahn hat die Forderung mit Verweis auf die schlechte konjunkturelle Lage erhoben. Kirchner räumte ein, dass der Konzern nicht an Kostensenkungen vorbei komme. Im Güterverkehr könne der Umsatz 2009 um eine Milliarde Euro einbrechen. Aber «der Konzern erzielt Milliardengewinne, der wichtige Personenverkehr läuft weiter gut. Die Lage ist also nicht so dramatisch, dass Lohnzugeständnisse der Mitarbeiter gerechtfertigt wären.»

Auch beim Thema Kurzarbeit zeigte sich der Gewerkschaftschef unnachgiebig. Die Bahn will die aktuellen Regelungen der Kurzarbeit anpassen. «Das Beschäftigungsbündnis im Konzern sieht vor, dass der Konzern das Kurzarbeitergeld vom Staat auf 80 Prozent des Bruttolohns aufstockt», sagte Kirchner der Zeitung (Samstagausgabe). Derzeit arbeiten bei der Frachttochter Schenker Rail etwa 5.000 Beschäftigte kurz. Die Zahl könne bis Jahresende noch steigen, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende. «Wir erwarten, dass der Konzern seine Zusagen einhält.»


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