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28. Juni 2009

Fristen für Zertifikate-Anleger Abgeltungssteuerfreiheit nur noch bis 30. Juni - Aber: Stichtag ignorieren bei Verlusten - Depotcheck ratsam



München - Wer Zertifikate besitzt, sollte unbedingt einen schnellen Blick in sein Depot werfen. Der 30. Juni kann ein wichtiger Stichtag sein. Nur bis dahin dürfen Anleger einen Großteil der Zertifikate, die sie nach dem 14. März 2007 gekauft haben, noch abgeltungssteuerfrei veräußern. Höchste Eisenbahn ist es aber lediglich für Papiere, die Gewinn gebracht haben. Bei Verlusten sollte der Stichtag gezielt verbummelt werden. Beim Verkauf nach dem 1. Juli kann das Minus beispielsweise mit Zinseinkünften verrechnet werden.

Auch wenn die Materie etwas verwirrend und die Zeit knapp ist, rät Ulrich Hocker, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), zum Depotcheck kurz vor dem Stichtag. «Es dürfte sich lohnen», sagt auch Lothar Gries von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK).

Ungezählte Privatanleger hatten sich vor allem in der ersten Hälfte 2008 noch Zertifikate zugelegt, um dem Finanzamt ein Schnippchen zu schlagen und die 25prozentige Abgeltungssteuer zu umschiffen, die am 1.1.2009 eingeführt wurde.

Wer noch vor dem 15. März 2007 ein Zertifikat gekauft hatte und es jetzt noch hält, muss sich um Steuer und Fristen gar keine Gedanken machen. Für all die, die nach diesem Stichtag investiert haben, gilt folgendes: Nachschauen, welches Produkt im Depot liegt. Bei Garantiezertifikaten, die eine Rückzahlung oder bestimmte Erträge zusichern, braucht der Anleger nicht aktiv werden. Gewinne daraus waren schon immer steuerpflichtig.  weiterlesen >>


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