Commerzbank hält an Dresdner-Geschäft als Primary Dealer fest
veröffentlicht am 27.06.2009

© Commerzbank AG
Die Commerzbank will ungeachtet der sonst bei der jüngst übernommenen Dresdner Bank verfolgten Konzentration auf das Deutschland-Geschäft deren Engagement im Bereich Euro-Staatsanleihen fortführen. Durch das Festhalten an der Stellung als Primary Dealer für Euro-Staatsbonds wolle die Bank ihr "Standing" als Institut in der Euro-Zone untermauern.
London - Die Commerzbank will ungeachtet der sonst bei der jüngst übernommenen Dresdner Bank verfolgten Konzentration auf das Deutschland-Geschäft deren Engagement im Bereich Euro-Staatsanleihen fortführen. Durch das Festhalten an der Stellung als Primary Dealer für Euro-Staatsbonds wolle die Bank ihr "Standing" als Institut in der Euro-Zone untermauern.
Für die Bereiche Verkauf, Trading und Research hatte die Commerzbank der Dresdner Bank überwiegend den Rückzug nur noch auf das Geschäft in Deutschland verordnet.
Die Entscheidung sei als ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Profitabilität im Bereich Staatsanleihen wächst. Ursächlich sei die Volatilittät aufgrund des wachsenden Emissionsvolumens und die größere Diversifizierung zwischen den Kreditqualitäten der verschiedenen Länder.
Die Commerzbank habe sich entschlossen, weiterhin als Wertpapierhändler für Staatspapiere in den Euro-Ländern zu agieren, da sie hier Expertise besitze. Zudem unterstütze der Schritt das Vorhaben, ein führender Player und Anbieter von Liquidität am Markt für europäische Staatsanleihen zu sein, sagte Gianluca Garbi, Leiter Global Public Sector im Bereich Corporates and Markets der Commerzbank.
Das Geschäft der Primary Dealer habe sich gewandelt, heutzutage sei es profitabel als Market-Maker zu agieren.
Die Dresdner ist den Angaben zufolge als Primary Dealer in Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal, Slowenien und Spanien aktiv.
Primary Dealer übernehmen auf Auktionen Staatsanleihen und bieten diese dann ihren Kunden an. Zudem stellen sie die Preise im Secondary (Traded) Markt fest. Vor der Finanzmarktkrise war es für viele Banken schwierig, allein aufgrund der Position eines Primary Dealers Geld zu verdienen - für Staatsanleihen gab es nur wenig Nachfrage und die Bid-Offer-Spreads, der eigentliche Gewinn für die Bank, waren sehr eng.
Während der Krise wurden Staatsanleihen dank ihres Status als "sicherer Hafen" dann interessanter. Zudem nahm das Emissionsvolumen zu und die Spreads zwischecn Bonds unterschiedlicher europäischer Länder stiegen. (© Dow Jones)




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