Mehr wissen: Die deutsch-russischen Beziehungen
veröffentlicht am 15.07.2011

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gelten als sehr gut und stabil. Russland wird von Berlin nicht nur wegen seiner Rohstoffe als "strategischer Partner" eingestuft. Seit vergangenem Jahr gibt es auch eine Vereinbarung, die veraltete russische Wirtschaft mit deutscher Hilfe zu einer Hightech-Industrie umzubauen.
Berlin - Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gelten als sehr gut und stabil. Russland wird von Berlin nicht nur wegen seiner Rohstoffe als "strategischer Partner" eingestuft. Seit vergangenem Jahr gibt es auch eine Vereinbarung, die veraltete russische Wirtschaft mit deutscher Hilfe zu einer Hightech-Industrie umzubauen. Parallel dazu läuft der Rechtsstaatsdialog, mit dem der Aufbau einer Zivilgesellschaft in Russland unterstützt wird.
Auch in Forschung und Kultur werden die engen Beziehungen immer weiter ausgebaut. Im Mai wurde das deutsch-russische Wissenschaftsjahr eröffnet. Zudem wird im Mai kommenden Jahres das Deutschlandjahr in Russland und das Russlandjahr in Deutschland beginnen. Zahlreiche Veranstaltungen sollen Einblicke in Lebensart, Gedankenwelt und Traditionen des jeweiligen Partners geben.
Grundlage der guten Beziehungen sind die Wirtschaftskontakte. Sie sind nicht nur durch die hohen Importe von Rohstoffen gekennzeichnet. Angesichts des hohen Modernisierungsbedarfs rechnen sich deutsche Unternehmen gute Chancen auf dem russischen Markt aus. Das russische Wirtschaftsministerium geht davon aus, dass es nach dem Einbruch 2009 bis 2014 wieder ein stabiles Wachstum zwischen 3,5 und 4,6 Prozent pro Jahr geben wird.
Deutschland bezieht über 40 Prozent seiner Gas- und ein Drittel seiner Rohöllieferungen aus Russland. Insgesamt ist Deutschland der drittwichtigste Handelspartner für Russland hinter den Niederlanden und der Volksrepublik China. Bei den Investitionen liegt die Bundesrepublik indes noch hinter Zypern, den Niederlanden, Luxemburg und Großbritannien auf Platz 4. (© AP)




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