Euro schwächelt aufgrund enttäuschender Konjunkturdaten
veröffentlicht am 25.06.2009

Schwache Konjunkturdaten aus dem Gemeinsamen Währungsgebiet und den USA haben den Euro am Donnerstag im Tagesverlauf leicht gegen den Dollar nachgeben lassen. "Die Risikotoleranz ist derzeit einfach wieder das bestimmende Thema an den Devisenmärkten", sagt ein Händler.
Frankfurt - Schwache Konjunkturdaten aus dem Gemeinsamen Währungsgebiet und den USA haben den Euro am Donnerstag im Tagesverlauf leicht gegen den Dollar nachgeben lassen. "Die Risikotoleranz ist derzeit einfach wieder das bestimmende Thema an den Devisenmärkten", sagt ein Händler.
Bereits am Vormittag hatten die Hoffnungen auf einen baldigen Auschwung im Euroraum einen weiteren Dämpfer bekommen. Der Auftragseingang der Industrie im Gemeinsamen Währungsgebiet ist im April um 1,0% gegenüber dem Vormonat gesunken. Volkswirte hatten einen Rückgang um lediglich 0,4% erwartet. Verglichen mit dem Vorjahresmonat fiel der Auftragseingang um 35,5%. Damit wurde der stärkste Rückgang seit Beginn der Datenreihe 1995 verzeichnet. Ökonomen hatten einen Rückgang um 32,0% prognostiziert.
Am Nachmittag hatte dann die unerwartet schwache Entwicklung der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung für einen neuerlichen Abwärtsschub des Wechselkurses gesorgt. Binnen Wochenfrist ist deren Zahl um 15.000 auf 627.000 gestiegen. Dies war die kräftigste Zunahme seit der Woche zum 9. Mai. Volkswirte hatten im Mittel ihrer Prognosen hingegen einen Rückgang um 3.000 erwartet. "Das deutet nicht wirklich auf ein Ende der Rezession hin", sagt ein Marktteilnehmer.
Aus charttechnischer Perspektive liegt der nächste Widerstand für den Euro im Bereich von 1,4076 USD, unterstützt ist er bei 1,3900 USD. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 937,25 USD festgestellt, am Mittwoch hatte sie dort zu diesem Zeitpunkt 933,50 USD gekostet. (© Dow Jones)




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